Anthropic, KI-Assistent

Anthropic: KI-Assistent für britische Behörden startet

27.01.2026 - 23:02:13

Die britische Regierung startet ein Pilotprojekt mit Anthropics KI Claude, um Bürgern die Jobsuche zu erleichtern. Das System soll später auf weitere Verwaltungsbereiche ausgeweitet werden.

Die britische Regierung setzt auf Künstliche Intelligenz von Anthropic, um ihr zentrales Bürgerportal zu modernisieren. Ein erster KI-Assistent soll Arbeitssuchenden helfen.

In einem strategischen Schritt zur Digitalisierung der Verwaltung geht die britische Regierung eine Partnerschaft mit dem US-KI-Unternehmen Anthropic ein. Gemeinsam wird ein fortschrittlicher KI-Assistent für das Regierungsportal GOV.UK entwickelt, der den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen revolutionieren soll. Geleitet wird das Vorhaben vom Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Technologie (DSIT).

Pilotphase beginnt bei der Arbeitsvermittlung

Im Fokus der Kooperation steht ein Assistent, der auf Anthropics Sprachmodell Claude basiert. Er soll Nutzer durch das komplexe Angebot der Behörden lotsen. Den Anfang macht die Arbeitsvermittlung: Der KI-Helfer unterstützt Jobsuchende bei der Stellensuche, identifiziert Schulungsangebote und klärt über Fördermöglichkeiten auf.

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Dieses Pilotprojekt ist die erste konkrete Umsetzung einer Absichtserklärung, die London und Anthropic bereits im Februar 2025 unterzeichnet hatten. Aus Forschung wird nun Anwendung.

Vom Chatbot zum „agentischen System“

Der neue Assistent soll mehr sein als ein einfacher Chatbot. Die Entwickler sprechen von einem „agentischen System“, das Bürger aktiv durch mehrstufige Verwaltungsvorgänge führt. Ein Schlüsselmerkmal: Das System behält den Kontext über mehrere Interaktionen hinweg. Nutzer müssen ihr Anliegen nicht ständig neu erklären.

Das Ziel ist klar: die Lücke zwischen verfügbarer Information und ihrer erfolgreichen Nutzung zu schließen. Individuelle Führung soll Prozesse vereinfachen und die Effizienz steigern.

Sicherheit und Know-how-Transfer als Grundpfeiler

Die britische Regierung pocht auf Sicherheit und eigenständige Kompetenzen. Daher arbeiten Ingenieure von Anthropic eng mit Beamten und Entwicklern des Government Digital Service (GDS) zusammen. So soll langfristig die Fähigkeit entstehen, das System in Eigenregie zu warten.

Das Projekt folgt einem schrittweisen „Scan, Pilot, Scale“-Ansatz des DSIT. Zudem begleitet das britische AI Security Institute die Entwicklung, um Risiken fortlaufend zu bewerten. Der Datenschutz nach britischem Recht und die volle Kontrolle der Nutzer über ihre Daten haben höchste Priorität.

Ein Signal im globalen Wettbewerb

Die Partnerschaft ist ein Statement im internationalen KI-Rennen. Während die EU auf umfassende Regulierung setzt, positioniert sich Großbritannien als agiler Partner der Tech-Industrie. Die Wahl von Anthropic, das für seinen Fokus auf KI-Sicherheit bekannt ist, unterstreicht den Anspruch, einen verantwortungsvollen Standard zu setzen.

Parallel läuft ein von Meta unterstütztes Programm, das ebenfalls KI-Experten in den Staatsdienst bringt. Großbritannien treibt die digitale Transformation der Verwaltung mit Hochdruck voran.

Ausblick: Vom Pilot zum flächendeckenden Einsatz

Die Arbeitsvermittlung ist nur der Anfang. Bei Erfolg soll der KI-Assistent auf viele weitere Bereiche von GOV.UK ausgeweitet werden. Denkbar sind Anwendungen in der Wissenschaftsförderung oder für Start-ups.

Die nächsten Monate werden zeigen, wie Bürger das Angebot annehmen und welche Effizienzgewinne es bringt. Die Pilotphase entscheidet über Tempo und Umfang der KI-Integration. Für Briten könnte sich der Behördengang bald deutlich einfacher gestalten.

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