Apple verzögert Siri-Revolution erneut
12.02.2026 - 19:32:12Der große KI-Sprung für Apples Sprachassistentin Siri steht erneut vor einer Verzögerung. Kernfunktionen der seit 2024 angekündigten Neuerung werden nicht wie geplant im März-Update iOS 26.4 erscheinen.
Technische Hürden bremsen Rollout
Internes Testing habe ernsthafte Performance- und Zuverlässigkeitsprobleme offenbart, berichten mit der Entwicklung vertraute Quellen. Die Assistentin reagiere in Testversionen oft langsam, verstehe komplexe Anfragen nicht konsistent und greife teilweise sogar auf OpenAIs ChatGPT als Notlösung zurück. Diese Fehler zwingen Apple zu einem gestaffelten Rollout. Einige der ambitioniertesten Features rutschen damit auf iOS 26.5 im Mai oder sogar auf iOS 27 im September.
Besonders betroffen ist das neue „kontextuelle Gedächtnis“. Dieses sollte Siri erlauben, persönliche Daten auf dem Gerät – wie Nachrichten oder Fotos – zu verstehen und zu nutzen. Auch erweiterte Sprachbefehle für mehrstufige App-Aktionen hinken dem Zeitplan hinterher. In Testversionen von iOS 26.5 taucht die Funktion bereits mit einem „Vorschau“-Schalter auf, was auf einen eingeschränkten Testlauf hindeutet.
Ein Projekt mit langem Atem und neuen Partnern
Der Weg zu einer schlauen Siri ist steinig. Erstmals für iOS 18 angekündigt, wurde das Projekt mehrfach verschoben. Nach Führungswechseln und einer strategischen Neuausrichtung setzt Apple nun auch auf externe Hilfe: Die im Januar 2026 bestätigte Partnerschaft mit Google soll die Integration der Gemini-KI-Modelle beschleunigen. Diese Technologie soll Teile der neuen „Apple Intelligence“ und Siri-Features antreiben.
Die eigene Philosophie wird zur Herausforderung: Der Fokus auf Datenschutz und On-Device-Verarbeitung erschwert die Entwicklung, macht sie aber zum einzigartigen Verkaufsargument.
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Geduld statt Halbheiten
Analysten deuten die Verzögerung typisch apple-esque: Lieber später liefern, als Kunden mit einer unausgereiften Erfahrung zu enttäuschen. Diese Haltung könnte sich langfristig auszahlen. Die Investmentbank Bernstein Research sieht in der eventualen „Siri 2.0“ einen größeren Treiber für den Apple-Aktienkurs als kurzfristige Komponentenkosten.
Die vollständige Vision – ein echter chatbot-artiger Dialog – dürfte sich wohl erst mit iOS 27 und den neuen iPhone-18-Modellen im Herbst 2026 entfalten. Für Nutzer bedeutet das: Die Revolution von Siri ist weiterhin ein Marathon, kein Sprint. Apple nimmt sich die Zeit, die es für den letzten, anspruchsvollen Kilometer braucht.
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