BayWa, Aktie

BayWa Aktie: Sanierungsplan wackelt

03.04.2026 - 05:45:58 | boerse-global.de

Auslaufende US-Förderungen für Erneuerbare Energien zwingen BayWa zur drastischen Gewinnkorrektur und gefährden den Zeitplan der Restrukturierung. Der Konzernabschluss verzögert sich.

BayWa Aktie: Sanierungsplan wackelt - Foto: über boerse-global.de

Geänderte US-Gesetze bescheren dem Agrarkonzern BayWa einen empfindlichen Rückschlag bei der laufenden Restrukturierung. Weil lukrative Steuergutschriften für Erneuerbare Energien in den USA wegfallen, bricht die Bewertung der wichtigsten Tochtergesellschaft massiv ein. Das bringt den gesamten Zeitplan der Rettung durcheinander und zwingt das Management zurück an den Verhandlungstisch mit den Gläubigern.

US-Gesetz torpediert Prognosen

Verantwortlich für die neue Krisenstimmung ist das Auslaufen amerikanischer Förderungen für Wind- und Solarprojekte durch den sogenannten „One Big Beautiful Bill Act“. Diese regulatorische Wende trifft die Tochtergesellschaft BayWa r.e. AG direkt ins Mark. Der geplante Teilverkauf dieser Sparte galt bisher als zentraler Baustein, um den hochverschuldeten Mutterkonzern zu sanieren.

Ursprünglich wollte das Management im Jahr 2028 rund 1,7 Milliarden Euro für eine 51-prozentige Beteiligung erlösen. Unter den neuen Rahmenbedingungen ist dieser Plan hinfällig. Die Gewinnprognose der Energiesparte musste drastisch korrigiert werden. Statt eines EBITDA von 230 Millionen Euro für 2028 rechnet das Unternehmen für das Jahr 2030 nur noch mit 150 Millionen Euro.

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Bilanz verschoben, Banken gefordert

Die zwingende Anpassung der langfristigen Geschäftsplanung hat weitreichende Konsequenzen für die Berichtspflichten. Der geprüfte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 wird sich erheblich verzögern. Statt im April 2026 rechnen die Münchner nun erst im vierten Quartal mit den testierten Zahlen.

Gleichzeitig verhandelt der Vorstand intensiv mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären über eine Verlängerung der bestehenden Fristen. Ein umfassendes Stillhalteabkommen bis Herbst 2026 soll den laufenden Betrieb in den Kernbereichen Landwirtschaft und Baustoffe absichern. An der Börse quittieren Anleger diese Unsicherheit mit anhaltender Skepsis. Am Donnerstag ging das Papier bei 14,25 Euro aus dem Handel und summiert damit einen Kursverlust von 29,46 Prozent auf Sicht der vergangenen zwölf Monate.

Um die entstandene Bewertungslücke zumindest teilweise zu schließen, trennt sich der Konzern bereits von Randaktivitäten. Der im Februar vollzogene Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra brachte einen Bruttoerlös von 125 Millionen Euro ein. Für einen erfolgreichen Abschluss der bis 2028 angesetzten Transformation reicht diese Summe allein jedoch nicht aus. Die Handlungsfähigkeit des Unternehmens hängt nun vollständig von der Bereitschaft der Banken ab, das angepasste Sanierungskonzept trotz der verhagelten US-Prognosen mitzutragen.

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