ROUNDUP, Kubaner

Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet

05.01.2026 - 06:00:18

Bei dem Angriff des US-MilitÀrs auf Venezuela und der Ergreifung des autoritÀren Staatschefs Nicolås Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer SicherheitskrÀfte ums Leben gekommen.

Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das sĂŒdamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte.

"Getreu ihrer Verantwortung fĂŒr Sicherheit und Verteidigung erfĂŒllten unsere Landsleute wĂŒrdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen", hieß es in der Mitteilung.

Kubaner seit vielen Jahren in Venezuela im Einsatz

SicherheitskrĂ€fte aus dem verbĂŒndeten Kuba sind nach EinschĂ€tzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten beispielsweise dabei helfen, Soldaten der StreitkrĂ€fte auf Linie zu halten.

Auch fĂŒr die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische LeibwĂ€chter verantwortlich gewesen seien. "Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschĂŒtzen", sagte US-PrĂ€sident Donald Trump. Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz "ein Großteil" von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei.

US-SpezialkrÀfte setzen Maduro fest

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritĂ€ren PrĂ€sidenten Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.

US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Regierung in Kuba als "riesiges Problem". Das sagte er im US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun ein Einsatz gegen Kuba folgen werde. Zwar wolle er nicht ĂŒber zukĂŒnftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. "Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind." Dieses habe Venezuelas entmachteten Staatschef Maduro unterstĂŒtzt, sagte Rubio weiter.

Kuba seit Jahrzehnten Erzfeind der USA

Kuba wird seit dem Sieg der Revolution 1959 autoritĂ€r regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Andere Parteien sind auf der sozialistischen Karibikinsel nicht zugelassen. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind ĂŒber 1.000 politische Gefangene in Haft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt - Schritte zu einer vorsichtigen AnnĂ€herung unter US-PrĂ€sident Barack Obama hat Donald Trump wieder rĂŒckgĂ€ngig gemacht.

@ dpa.de