Produktion/Absatz, Deutschland

Luftverkehrsinstitut: Deutschlands Erholung hinkt hinterher

08.11.2024 - 14:02:19 | dpa.de

Bei der Erholung des Luftverkehrs nach der Corona-Pandemie kommt Deutschland nach Angaben eines neuen Instituts in Hamburg langsamer voran als andere LĂ€nder.

"Der weltweite Luftverkehr erholt sich schrittweise auf das Vor-Corona-Niveau, doch Deutschland hinkt insbesondere bei dezentralen Verbindungen hinterher", sagte der kommissarische Direktor des Instituts fĂŒr Luftverkehr, Florian Linke.

Die Verzögerung sei vermutlich Folge von hohen Standortkosten und einem geringen Wirtschaftswachstum. "Dies mindert die AttraktivitĂ€t fĂŒr Low-Cost-Airlines und stellt die Entwicklung von RegionalflughĂ€fen vor Herausforderungen", sagte Linke. Die Fluggesellschaften Ryanair IE00BYTBXV33, Eurowings und Condor hatten erst im Oktober bekanntgegeben, ihr Angebot am Hamburger Flughafen im Sommer 2025 aufgrund gestiegener Kosten zu verringern.

Wachstum erfordert grĂ¶ĂŸere Flugzeuge

Mittelfristig erwarten die Forscher ein weiteres Wachstum des Luftverkehrs. Die KapazitĂ€tsgrenzen vieler FlughĂ€fen erforderten zunehmend den Einsatz grĂ¶ĂŸerer Flugzeuge. Außerdem fĂŒhrten geopolitische Entwicklungen zu verĂ€nderten Luftverkehrsströmen und teils lĂ€ngeren Flugwegen und erhöhtem Treibstoffverbrauch, sagte der Institutsdirektor.

Das Institut entstand im April vergangenen Jahres durch die Zusammenlegung einer wissenschaftlichen Einrichtung fĂŒr Lufttransportsysteme am Standort Hamburg-Harburg und des Instituts fĂŒr Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. Beide Institute gehörten bereits zum Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR). Jetzt wurde das fusionierte Institut feierlich eröffnet. Es soll dazu beitragen, das Fliegen klimavertrĂ€glicher, nutzerfreundlicher und leistungsfĂ€higer zu machen. Die 65 Mitarbeiter erstellen unter anderem eine Luftverkehrsprognose. Auf dieser Grundlage veröffentlicht das Institut regelmĂ€ĂŸig Berichte zur Entwicklung Billigfluggesellschaften sowie zur weltweiten Luftfahrt und zum Flugreiseverkehr.

Steigende Kosten, Wettbewerb und Klimaschutz

"Steigenden Kosten und der zunehmende internationale Wettbewerb stellen fĂŒr den Luftverkehrsstandort Deutschland eine große Herausforderung dar", sagte die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Anke Kaysser-Pyzalla. Auch aus dem Ziel einer klimavertrĂ€glichen Luftfahrt ergĂ€ben sich fĂŒr Airlines und FlughĂ€fen gravierende VerĂ€nderungen und UmbrĂŒche. Mit dem neuen Institut widme sich das Deutsche Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt deshalb den drĂ€ngenden ökologischen und ökonomischen sowie operationellen und regulatorischen Fragen des Luftverkehrs.

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