Fleischerzeugung verursacht Umwelt- und KlimaschÀden
29.04.2025 - 17:01:30Die SchĂ€den wĂŒrden verursacht unter anderem durch Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung und die Luftbelastung mit Feinstaub und Schadstoffen, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit. Hinzu kĂ€men Gesundheitskosten in Höhe von gut 16 Milliarden Euro durch den ĂŒbermĂ€Ăigen Konsum von rotem Fleisch, Schinken und Wurst, der Risiken fĂŒr Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs und Typ-2-Diabetes erhöhe.
Versteckte Kosten sollten in Preisen sichtbar werden
Die Studie des Forums Ăkologisch-Soziale Marktwirtschaft (FĂS) wurde von Greenpeace in Auftrag gegeben. "Die Folgekosten unserer ErnĂ€hrung sind enorm und mĂŒssen besser in die Preise fĂŒr Lebensmittel und deren Produktion einbezogen werden", sagte Beate Richter, Referentin fĂŒr Agrarpolitik beim FĂS. "WĂŒrden diese bislang versteckten Folgekosten in den Supermarktregalen fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher erkennbar, könnten Konsum und Produktion nachhaltiger und wirtschaftlicher werden", meinte die Expertin.
Matthias Lambrecht, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace, forderte die Bundesregierung auf, klimafreundliche Lebensmittel von der Mehrwertsteuer zu befreien und so die richtigen Anreize fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher zu setzen. "Weiter umweltschĂ€dlich erzeugte Lebensmittel zu subventionieren, lĂ€sst uns am Ende alle draufzahlen", meinte der Experte.
Minister: Regionaler Fleischkonsum auch dem Klima dienlich
Der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Baden-WĂŒrttembergs Ressortchef Peter Hauk, kritisierte die Studie. "Ein regionaler Fleischkonsum ist durchaus auch dem Klima und der BiodiversitĂ€t dienlich", sagte der CDU-Politiker. Ohne Kreislaufwirtschaft könne kein nachhaltiger Anbau von Obst und GemĂŒse garantiert werden.
Ohne WiederkĂ€uer gebe es zudem keine Chance, GrĂŒnland nachhaltig offenzuhalten und so einen wichtigen CO2-Speicher zu sichern. Zudem gingen ohne Weidetierhaltung positive Effekte fĂŒr den Erhalt der BiodiversitĂ€t und Kulturlandschaft verloren. "Wer also Fleisch aus regionaler Erzeugung kauft und isst, der trĂ€gt auch zum Erhalt der BiodiversitĂ€t und zum Klimaschutz bei", sagte Hauk.

