BFR-Training reduziert gefÀhrliches Bauchfett bei Diabetes
10.02.2026 - 16:00:12Eine neue Trainingsmethode bekämpft gezielt das gefährliche Bauchfett bei Typ-2-Diabetes. Das sogenannte Blutflussrestriktionstraining (BFRT) erzielte in einer aktuellen Studie erstaunliche Effekte – und das mit sehr leichten Gewichten.
Forscher des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) veröffentlichten kürzlich ihre Ergebnisse im Fachjournal Cell Metabolism. In der zwölfwöchigen Studie absolvierten 20 Typ-2-Diabetiker dreimal pro Woche Krafttraining. Eine Gruppe trainierte klassisch mit hohen Gewichten, die andere mit der BFRT-Methode und nur 30 Prozent der Maximalkraft.
Das verblüffende Ergebnis: Beide Gruppen bauten vergleichbar Muskeln auf. Doch nur die BFRT-Gruppe reduzierte das gesundheitsschädliche viszerale Bauchfett – und das um bemerkenswerte 13,3 Prozent. Dieses Fett um die inneren Organe gilt als besonders riskant, da es Entzündungen fördert und die Insulinresistenz verstärkt.
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Das herkömmliche Training hingegen verringerte vor allem das weniger problematische Unterhautfett. „Die gezielte Reduktion von viszeralem Fett ist ein Schlüsselergebnis“, so die Studienautoren. Es senkt direkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
So funktioniert die Methode mit leichten Gewichten
Beim BFRT werden spezielle Manschetten an den Oberschenkeln angelegt. Sie drosseln den Blutrückfluss, sodass in den Muskeln ein gezielter Sauerstoffmangel entsteht. Dieser Stress löst intensive Anpassungsreize aus – trotz der geringen Gewichte.
Die Studie belegt konkrete Vorteile auf Zellebene:
* Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, arbeiteten um 52 bis 58 Prozent effizienter.
* Die Bildung neuer, kleiner Blutgefäße wurde gefördert.
* Die gesamte zelluläre Stoffwechselgesundheit verbesserte sich signifikant.
Eine Lösung für ein praktisches Problem
Krafttraining ist ein Grundpfeiler der Diabetes-Therapie. Doch viele Betroffene scheitern an den hohen Gewichten, oft wegen Gelenkproblemen, Übergewicht oder allgemeiner Schwäche. Genau hier setzt BFRT an: Es ermöglicht muskelaufbauende Reize, ohne die Gelenke zu belasten.
Die Methode ist aus der Rehabilitation bekannt und findet nun den Weg in die Diabetologie. Erste weitere Daten deuten auf positive Effekte für Blutzuckerwerte und Blutdruck hin.
Was bedeutet das für Betroffene?
Die Studie positioniert BFRT als sichere und hochwirksame Alternative. Für die breite Anwendung braucht es jedoch geschultes Personal in Physiotherapie oder Fitnessstudios sowie eine ärztliche Vorabklärung. Die Forschung wird nun langfristige Effekte und optimale Trainingspläne untersuchen.
Eines ist schon jetzt klar: Diese gelenkschonende Methode könnte Millionen von Menschen mit Typ-2-Diabetes einen neuen, effektiven Weg zu mehr Gesundheit eröffnen.
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