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Brent bei 113 Dollar: Trump-Ultimatum und Iran-Drohung eskalieren Hormus-Krise - Ă–lpreise stabilisieren sich volatil

23.03.2026 - 07:59:29 | ad-hoc-news.de

US-Präsident Trump droht mit Angriffen auf iranische Kraftwerke, falls die Straße von Hormus nicht bis 23. März geöffnet wird. Iran kontert mit Vergeltung gegen regionale Energieanlagen. Brent stabilisiert bei 113 Dollar, Produktionsausfälle im Nahen Osten belasten den Markt massiv - DACH-Investoren spüren steigende Energiekosten.

Rohoel News,  Oelpreis,  Brent Oel - Foto: THN
Rohoel News, Oelpreis, Brent Oel - Foto: THN

US-Präsident Donald Trump hat Iran ein Ultimatum gestellt: Die Straße von Hormus muss bis 23. März vollständig wieder geöffnet werden, andernfalls drohen Angriffe auf iranische Kraftwerke. Iranische Parlamentarier konterten mit der Warnung vor unwiderruflicher Zerstörung kritischer Energieinfrastrukturen im Nahen Osten. Die Ölpreise reagieren mit Volatilität, stabilisieren sich jedoch derzeit bei Brent um 113 Dollar pro Barrel.

Stand: 23.03.2026

Dr. Markus Lehmann, Rohstoff- und Energiemarkt-Analyst. Spezialist fĂĽr geopolitische Risiken im globalen Ă–lmarkt.

Das Ultimatum von Trump: Fakten und direkte Marktfolgen

Am Samstag erteilte Trump das 48-Stunden-Ultimatum, nachdem der Konflikt in seine vierte Woche ging. Die Straße von Hormus, durch die 20 Prozent des globalen Öls und LNG fließen, ist seit dem 28. Februar stark eingeschränkt. Tankerangriffe und Schäden an Energieinfrastruktur haben den Schiffsverkehr nahezu lahmgelegt. Brent-Terminkontrakte notieren nun bei 113,20 Dollar, nach einem Anstieg von 0,90 Prozent.

Der Konflikt begann mit einem koordinierten US-israelischen Angriff auf den Iran am 2. März. Iranische Vergeltungsschläge trafen Tanker und US-Militärziele. Ein israelischer Schlag auf das South Pars Gasfeld verursachte erhebliche Schäden. Analysten schätzen den Produktionsausfall im Nahen Osten auf 7 bis 10 Millionen Barrel pro Tag.

Im Irak wurde Force Majeure für alle ausländisch erschlossenen Ölfelder erklärt. Die Basra Oil Company drosselte die Produktion von 3,3 auf 0,9 Millionen Barrel pro Tag, bestätigte Ölminister Hayan Abdel-Ghani.

Irans Konterdrohung: Eskalationspotenzial fĂĽr Ă–lpreise

Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf warnte auf X: Kritische Infrastrukturen im Nahen Osten würden unwiderruflich zerstört, falls iranische Kraftwerke angegriffen würden. Energy Aspects-Gründerin Amrita Sen sieht darin eine klare Eskalation mit höheren Ölpreisen. "Einige glauben fälschlicherweise, dass der Iran nachgibt", betonte sie.

IEA-Chef Fatih Birol nannte die Lage "sehr ernst" und schlimmer als die Ölschocks der 1970er. Der Markt wägt ab: Wirkt das Ultimatum, könnte Hormus wieder öffnen und Preise entlasten. KCM Trade-Analyst Tim Waterer: Händler greifen Preissprüngen nicht vor, falls Trump strategisch Erfolg hat.

Brent brach zuvor die 112-Dollar-Marke, getrieben durch die Blockade. WTI folgt mit ähnlicher Dynamik, bleibt aber unter Druck durch US-Produktion.

DACH-Perspektive: Steigende Energiekosten und Inflationsdruck

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bedeutet die Hormus-Blockade direkte Kostensteigerungen. Europa importiert viel Diesel und Flugkraftstoff aus dem Golf, den es selbst nicht ausreichend produziert. Preise für Heizöl, Diesel und Benzin sind seit Kriegsbeginn volatil gestiegen. Argus Media berichtet von starken Anstiegen Anfang März.

Die ECB beobachtet Energiepreise genau, da sie die Inflation antreiben. Höhere Oelpreise belasten Industrie, Transport und Verbraucher in der DACH-Region. Deutsche Raffinerien sehen Margendrücke, während Importe aus Asien teurer werden. Indische Raffinerien planen iranisches Öl zu kaufen, was asiatische Preise drückt, Europa aber benachteiligt.

Der starke US-Dollar verstärkt den Druck auf Euro-Investoren. Brent als europischer Benchmark treibt hiesige Spritpreise.

Produktionsausfälle und globale Supply-Kette

Der Ausfall von 7-10 Millionen Barrel täglich entspricht rund 7-10 Prozent der Weltproduktion. Irak-Force Majeure und Basra-Drosselung sind bestätigt. South Pars-Schäden wirken sich auf Gas und Öl aus. OPEC+ reagiert bisher nicht, doch der Druck steigt.

Keine frischen EIA- oder API-Lagerdaten aus den USA mildern den Effekt, da der Fokus auf Nahost liegt. US-SPR-Freisetzungen (Shell, Marathon als Käufer) zielen auf Entlastung ab, reichen aber nicht für langfristige Blockaden.

Versicherungen raten Schiffe, Hormus zu meiden, was Frachtkosten explodieren lässt. LNG-Preise folgen dem Öl.

Risiken und Szenarien: Deeskalation oder Spirale?

Märkte preisen ein Risikoprämie von 10-15 Dollar ein, Experten schätzen. Szenario 1: Iran gibt nach, Hormus öffnet - Preise fallen auf 90-100 Dollar. Szenario 2: Vergeltungsschläge - Ausfall steigt auf 15 Millionen Barrel, Brent über 130 Dollar.

Analyst Hari warnt vor "verbrannter Erde" am Golf. Trump-Signale mischen Ultimaten mit DeeskalationswĂĽnschen. Sentiment ist volatil: Preise schwanken bergauf und bergab.

FĂĽr DACH-Investoren: Positionieren in Ă–l-ETCs riskant, aber Chancen bei anhaltender Krise. Dieselpreise drĂĽcken Logistikunternehmen.

Ausblick: Nächste 48 Stunden entscheidend

Das Ultimatum läuft heute ab. Jede Eskalation treibt Preise, Deeskalation entlastet. OPEC+ könnte quotieren, IEA freisetzen. Europa braucht Diversifikation.

Rosneft-Deutschland-Ăśbernahme durch Bund (EU-genehmigt) sichert Lieferungen, knĂĽpft Treuhand an Sanktionen. Langfristig: Geopolitik dominiert Rohoel News.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Rohstoffe und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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