Britische Regierung will zehn Millionen Arbeitnehmer für KI fit machen
28.01.2026 - 04:28:12
Die britische Regierung startet ein nationales KI-Schulungsprogramm für die breite Masse. Bis 2030 sollen zehn Millionen Arbeitnehmer kostenlos Grundlagenwissen erwerben können. Das Ziel: die Produktivität steigern und die Wirtschaft um bis zu 140 Milliarden Euro jährlich ankurbeln.
Nationaler Kraftakt für digitale Grundbildung
Im Zentrum der Initiative steht der AI Skills Hub, ein Online-Portal mit branchenentwickelten Kursen. Manche Schulungen dauern weniger als 20 Minuten und vermitteln praxisnahes Einstiegswissen. Die Teilnehmer lernen, einfache KI-Tools für alltägliche Aufgaben wie Texterstellung oder Verwaltungsarbeit zu nutzen. So sollen sie sich auf wertschöpfendere Tätigkeiten konzentrieren können.
Die Kurse orientieren sich am neuen KI-Grundlagen-Rahmenwerk von Skills England. Absolventen erhalten ein digitales Zertifikat – ein „virtuelles KI-Grundlagen-Abzeichen“. Diese Mikroqualifikation soll Arbeitgebern und Arbeitnehmern Sicherheit im Umgang mit KI geben. Das Programm ergänzt andere staatliche Maßnahmen, etwa den Test KI-gestützter Nachhilfe in Schulen.
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Breites Bündnis aus Wirtschaft und öffentlicher Hand
Ein starkes öffentlich-privates Bündnis treibt die Initiative voran. Neue Partner wie der nationale Gesundheitsdienst NHS, der Unternehmerverband CBI und Tech-Konzerne wie Cisco und Cognizant sind mit an Bord. Sie verstärken die Gründungspartner, zu denen Accenture, Google, Microsoft und Salesforce gehören.
Die breite Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass die Schulungsinhalte praxisrelevant sind und alle Unternehmensgrößen sowie der öffentliche Sektor erreicht werden. Auch Kommunalverbände wollen die lokale Umsetzung fördern und ihre eigenen Belegschaften schulen.
Teil einer umfassenden KI-Strategie
Das Qualifizierungsprogramm ist nur ein Baustein einer größeren Regierungsstrategie. Eine neue ressortübergreifende Einheit soll die wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen von KI analysieren. Zusätzlich werden 27 Millionen Euro bereitgestellt, um Menschen mit Tech-Jobs in ihrer Region zu vernetzen und neue Ausbildungsgänge zu schaffen.
Parallel investiert die Regierung direkt in KI-gestützte öffentliche Dienste. In einer Partnerschaft mit dem KI-Sicherheitsunternehmen Anthropic wird ein KI-Assistent für das GOV.UK-Portal entwickelt. Das Tool, basierend auf Anthropics Claude-Modell, wird zunächst personalisierte Karriereberatung anbieten – eine konkrete Anwendung der Technologien, die das Schulungsprogramm vermittelt.
Globale Trends und die Führungsfrage
Großbritanniens Vorstoß spiegelt einen globalen Trend wider. Das Weltwirtschaftsforum treibt mit seiner „Reskilling Revolution“ die Qualifizierung von einer Milliarde Menschen bis 2030 voran. Weltweit haben über 25 Tech-Firmen zugesagt, die Umschulung von 120 Millionen Arbeitnehmern zu unterstützen.
Aktuelle Studien zeigen den dringenden Handlungsbedarf: Die meisten Unternehmen investieren zwar mehr in KI, doch nur wenige halten ihre Organisationen für reif im Umgang damit. Das größte Hindernis ist oft nicht die Technologie oder die Mitarbeiter, sondern ein Mangel an strategischer Führung. Das britische Programm will diese Lücke schließen, indem es von der Basis her befähigt.
Die Herausforderung wird sein, das Tempo der rasanten KI-Entwicklung zu halten. Die nächste Stufe sind autonome „agentische KI“-Systeme, die als digitale Kollegen komplexe Aufgaben übernehmen. Mit seiner milliardenschweren Investition in Humankapital positioniert Großbritannien seine Arbeitskräfte für eine Wirtschaft, die zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägt ist.
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