Umweltminister, Schneider

Umweltminister Schneider steht zu Niederlande-Gasabkommen

19.12.2025 - 06:16:33

Bundesumweltminister Carsten Schneider stellt sich hinter das Abkommen mit den Niederlanden zur Gasförderung vor Borkum.

Das sei ein genehmigtes Verfahren, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Damit bin ich fein." Zugleich verwies Schneider auf die Fortschritte beim Meeresschutz, fĂŒr die er sich im Gegenzug eingesetzt hat.

Gas-Förderung Thema im Bundesrat

Es gibt bereits ein Abkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden, das die grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederlĂ€ndischen Behörden regelt. Auf deutscher Seite mĂŒssen Bundestag und Bundesrat aber noch zustimmen.

An diesem Freitag befasst sich die LÀnderkammer mit dem Thema, dabei könnte der Bundesrat sich positionieren - was aber noch keine bindende Wirkung hÀtte. Erst wenn der Bundestag im nÀchsten Schritt eine Entscheidung getroffen hat, entscheidet der Bundesrat verbindlich, ob er zustimmt oder nicht.

Schneider will mehr Meeresschutz

Die Bundesregierung will die Öl- und Gasförderung in sechs Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee verbieten. Damit muss sich nun der Bundestag beschĂ€ftigen. Er hoffe sehr auf die UnterstĂŒtzung des Bundestags und im Zweifel auch der LĂ€nder, sagte Schneider. "Es wĂ€re die grĂ¶ĂŸte Ausweitung von Meereschutzgebieten oder die StĂ€rkung derer, die wir bisher gesehen haben."

In Deutschlands Ausschließlicher Wirtschaftszone (AWZ) - also dem Seegebiet jenseits der KĂŒstengewĂ€sser - gibt es schon heute sechs Schutzgebiete mit einer GesamtflĂ€che von rund 10.000 Quadratkilometern, etwa westlich von Sylt und in der Pommerschen Bucht. Dort gelten unter anderem EinschrĂ€nkungen fĂŒr die kommerzielle Fischerei.

Borkum-Gasfeld wÀre nicht betroffen von neuen Schutzregeln

Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung soll dort nun die Aufsuchung und Gewinnung von BodenschÀtzen grundsÀtzlich auf Sand- und Kiesabbau beschrÀnkt werden. Ausnahmen zur Förderung von Erdöl und Erdgas sollen nur in bestimmten EinzelfÀllen möglich sein.

Nicht betroffen von dem Verbot wÀre die Gasförderung, die das niederlÀndische Unternehmen One-Dyas nordwestlich der Nordseeinsel Borkum plant. Allerdings könnten weitere Erdgasfelder in der NÀhe, die One-Dyas bereits im Blick hat, von dem Verbot betroffen sein.

@ dpa.de