Chip-Streit: China fordert Entgegenkommen der Niederlande
09.11.2025 - 13:50:37 | dpa.deDie Niederlande hĂ€tten noch keine erkennbaren MaĂnahmen unternommen, um die Verletzung der Rechte und Interessen chinesischer Firmen zu unterbinden und die StabilitĂ€t globaler Lieferketten wiederherzustellen, teilte das Handelsministerium in Peking mit.
Die Behörde antwortete laut Mitteilung auf eine Frage zu einem Online-Beitrag des geschĂ€ftsfĂŒhrenden niederlĂ€ndischen Wirtschaftsministers Vincent Karremans vom 6. November. Auf X hatte er geschrieben, dass die Niederlande angesichts der konstruktiven GesprĂ€che mit den chinesischen Behörden darauf vertrauten, dass die Lieferungen von Chips aus China nach Europa und in den Rest der Welt in den kommenden Tagen die Kunden von Nexperia erreichen wĂŒrden.
Chinas Handelsministerium forderte, dass die Darstellung der Niederlande nicht nur bei Worten bleibe, sondern so bald wie möglich konstruktive PlĂ€ne nach sich ziehe. Den Haag solle auĂerdem damit aufhören, sich ĂŒber administrative Wege in Angelegenheiten von Unternehmen einzumischen. Peking habe der Bitte des niederlĂ€ndischen Wirtschaftsministeriums zugestimmt, Vertreter fĂŒr Beratungen nach China zu schicken, hieĂ es.
Die Ursache des Streits
Hintergrund des Konflikts ist die Entscheidung der niederlĂ€ndischen Regierung vom 30. September, Nexperia wegen Bedenken gegenĂŒber der chinesischen Muttergesellschaft Wingtech unter staatliche Kontrolle zu stellen. Kurz darauf hatte Peking ExportbeschrĂ€nkungen fĂŒr bestimmte Nexperia-Chips verhĂ€ngt, die auch europĂ€ische Autohersteller treffen.
Nexperia produziert vor allem Standardchips, die in groĂen StĂŒckzahlen in der Autoindustrie und in elektronischen GerĂ€ten verwendet werden. Peking hatte zuvor angekĂŒndigt, unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen fĂŒr Nexperia-Exporte zuzulassen. Erste Unternehmen berichteten bereits von erteilten Genehmigungen.
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