Commerzbank-Betriebsrat: Wehren uns mit allen Mitteln gegen Unicredit-Absichten
16.03.2026 - 11:29:08 | dpa.deMit der AnkĂŒndigung eines Ăbernahmeangebots setze Unicredit-Chef Andrea Orcel sein Taktieren fort - zulasten der Mittelstandskunden und der Belegschaft der Commerzbank.
"Das ist die nÀchste Stufe der UnverschÀmtheit. Das ist nicht nur unabgestimmt, das ist feindlich", sagte der Vorsitzende von Konzern- und Gesamtbetriebsrat der Commerzbank der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.
Uebel kĂŒndigte deutlichen Widerstand an: "Wir werden mit allen Möglichkeiten und Mitteln dagegen vorgehen", sagte der Betriebsratschef, ohne konkreter zu werden. SpĂ€testens zur Commerzbank-Hauptversammlung am 20. Mai dĂŒrfte mit Aktionen der Belegschaft zu rechnen sein.
Was will die Unicredit?
Die italienische Unicredit, die mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits gröĂter AktionĂ€r der Commerzbank ist, hatte zuvor ein freiwilliges Ăbernahmeangebot fĂŒr sĂ€mtliche Aktien des Dax DE0008469008-Konzerns angekĂŒndigt. Zugleich teilte die MailĂ€nder GroĂbank mit, sie erwarte, eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent an der Commerzbank zu erreichen, "ohne die Kontrolle zu erlangen".
Uebel betonte: "Wenn Orcel Synergieeffekte heben will, brĂ€uchte es einen Stellenabbau. DafĂŒr brĂ€uchte er uns BetriebsrĂ€te. Die Commerzbank-BetriebsrĂ€te haben bewiesen, dass sie zĂ€h sind." Der Gesamtbetriebsrat habe zudem mit dem Commerzbank-Vorstand "klare Regeln bis Ende 2027 fĂŒr Stellenabbau" festgelegt: "Daran muss sich jeder halten, der kommt."
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