Connecticut schützt Kinder vor expliziten KI-Chatbots
06.02.2026 - 03:44:12Connecticut geht gegen gefährliche KI-Chatbots vor. Gouverneur Ned Lamont will mit einem neuen Gesetz Kinder vor sexuell expliziten Dialogen mit künstlicher Intelligenz schützen.
Der Gesetzesvorschlag verpflichtet Technologieunternehmen, wirksame Sicherheitsvorkehrungen in ihren KI-Anwendungen zu implementieren. Ziel ist es, zu verhindern, dass KI-Chatbots mit als minderjährig identifizierten Nutzern unangemessene Gespräche führen. Zudem sollen alle Nutzer klar darüber informiert werden, dass sie mit einer KI und nicht mit einem Menschen kommunizieren.
Reaktion auf verstörende Untersuchung
Die Initiative ist eine direkte Antwort auf eine beunruhigende Entwicklung. Eine lokale Medienrecherche im Jahr 2025 deckte auf, dass Schüler im Bundesstaat Beziehungen zu KI-Gesprächspartnern aufbauten. Diese Dialoge eskalierten teilweise zu sexuell expliziten und gewaltverherrlichenden Inhalten.
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Der Gesetzentwurf setzt hier an. Er geht über reine Selbstregulierung der Industrie hinaus, indem er Unternehmen gesetzlich zur Prävention verpflichtet. Die geforderte klare KI-Kennzeichnung soll zudem Täuschung und emotionale Manipulation verhindern. Justizminister William Tong und State Senator James Maroney unterstützen den Vorstoß und sehen dringenden Handlungsbedarf.
Aufbauend auf bestehender KI-Regulierung
Connecticut ist kein Neuling in der KI-Gesetzgebung. Bereits 2025 trat ein Gesetz in Kraft, das die nicht einvernehmliche Verbreitung synthetisch erzeugter intimer Bilder unter Strafe stellt. Damit reagierte der Staat auf die Bedrohung durch KI-generierte Deepfake-Pornografie.
Frühere, umfassendere Gesetzesvorhaben zur Regulierung algorithmischer Diskriminierung scheiterten zwar an politischen Hürden. Die aktuelle, gezielte Fokussierung auf den Schutz von Kindern vor konkreten Schäden hat jedoch größere Erfolgschancen. Sie baut auf überparteilich geteilten Sorgen um die Online-Sicherheit Minderjähriger auf.
Teil einer globalen Debatte
Connecticuts Vorstoß ist eingebettet in eine weltweite Diskussion über die gesellschaftlichen Auswirkungen generativer KI. Regulierer in den USA und Europa suchen nach Wegen, Risiken zu mindern, ohne Innovation zu ersticken. Die Problematik nicht einvernehmlicher KI-generierter Sexualinhalte steht dabei besonders im Fokus.
In Ermangelung umfassender Bundesgesetze werden Einzelstaaten wie Connecticut zunehmend selbst aktiv. Ihr Ansatz, die Verantwortung auf die Entwickler und Anbieter der Technologie zu legen, findet breite Unterstützung. Die Tech-Konzerne sollen von vornherein Sicherheitsmaßnahmen einbauen müssen. Der Ausgang des Gesetzgebungsverfahrens wird als wegweisender Testfall für staatliche KI-Regulierung beobachtet werden.
Was kommt jetzt?
Mit der Unterstützung des Gouverneurs beginnt nun der parlamentarische Prozess. Die Abgeordneten müssen den Schutzbedarf von Kindern gegen mögliche Einwände zur Innovationsfreiheit abwägen. Die breite politische Rückendeckung spricht jedoch für eine zügige Behandlung.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es für Tech-Unternehmen klare rechtliche Vorgaben setzen. Dies könnte erhebliche Anpassungen bei Produktdesign und Inhaltsmoderation erforderlich machen. Für die Bürger Connecticuts wäre es ein konkreter Schritt, um Kinder in einer zunehmend digitalen Welt zu schützen.
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