DĂ€nemark, Drohnenalarm

DĂ€nemark verzichtet nach Drohnenalarm auf Nato-Beratungen

26.09.2025 - 16:18:26

DĂ€nemark will nach den wiederholten Drohnensichtungen an mehreren FlughĂ€fen zum jetzigen Zeitpunkt keine Beratungen nach Artikel 4 des Nato-Vertrags mit den VerbĂŒndeten der MilitĂ€rallianz beantragen.

Die Regierung habe keine PlĂ€ne, den Artikel zu aktivieren, sagte Außenminister Lars LĂžkke Rasmussen laut Nachrichtenagentur Ritzau nach einem Treffen des Außenausschusses des Parlaments in Kopenhagen. Man stehe auch so in gutem Kontakt mit den Nato-VerbĂŒndeten, sagte LĂžkke.

Artikel 4 sieht Beratungen der BĂŒndnisstaaten vor, wenn sich ein Nato-Staat von außen gefĂ€hrdet sieht. Zuletzt hatten ihn Polen nach dem Eindringen mehrerer Drohnen sowie Estland nach Luftraumverletzungen durch russische Kampfflieger aktiviert. DĂ€nemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen hatte am Donnerstag gesagt, dass die Regierung diesen Schritt ebenfalls in ErwĂ€gung ziehe.

In DĂ€nemark herrscht seit Tagen Drohnenalarm. Erst hatte die Sichtung mehrerer grĂ¶ĂŸerer Drohnen am Montagabend zur stundenlangen Vollsperrung des Hauptstadtflughafens Kopenhagen gefĂŒhrt. Am Mittwochabend tauchten in der Dunkelheit erneut Drohnen ĂŒber weiteren FlughĂ€fen im Westen auf, was unter anderem zur Sperrung des Luftraums ĂŒber dem Airport Aalborg fĂŒhrte.

Wer hinter den VorfÀllen steckt, ist nach wie vor unklar. Die Regierung spricht von einem "hybriden Angriff". Die Ermittler gehen von einem professionellen Akteur mit den nötigen FÀhigkeiten aus, der damit Unruhe in dem Nato-Land stiften will.

@ dpa.de