Einigung fĂŒr Brose-Standort WĂŒrzburg bis 2030
02.12.2025 - 06:11:05 | dpa.deDurch eine Vereinbarung zwischen Gewerkschaft und Unternehmen konnte eine im Raum stehende WerksschlieĂung vermieden werden, wie die IG Metall in WĂŒrzburg mitteilte.
Die BeschĂ€ftigten des Autozulieferers haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Wochenende fĂŒr ein Transformations- und Zukunftspaket ausgesprochen. Demnach sind betriebsbedingte KĂŒndigungen bis Ende 2030 nur mit Zustimmung des Betriebsrats möglich. SozialvertrĂ€gliche Lösungen wie Altersteilzeit und Fluktuation sollen Vorrang haben.
Eine Brose-Sprecherin bestĂ€tigte, dass der ErgĂ€nzungstarifvertrag am 1. Januar in Kraft trete. "Damit wurde fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre eine verlĂ€ssliche Perspektive fĂŒr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort geschaffen."
Einstieg in Raumfahrt- und Satellitentechnik
Der Brose-GeschĂ€ftsbereich Antriebe soll in WĂŒrzburg bleiben. Das Werk soll zudem am Einstieg von Brose in die Raumfahrt- und Satellitentechnik beteiligt werden. Entsprechende PlĂ€ne zur Erweiterung der GeschĂ€ftsfelder hatte das Unternehmen mit Sitz in Coburg vor wenigen Wochen bekanntgegeben.
Bei einer SchlieĂung des Standorts WĂŒrzburg wĂ€ren laut frĂŒheren Angaben der IG Metall rund 1.400 Stellen betroffen gewesen.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie WĂ€hler) bezeichnete die Einigung als eine gute Nachricht fĂŒr Mainfranken und fĂŒr die bayerische Industrie insgesamt. "Ich danke den Mitarbeitern fĂŒr die Bereitschaft, mitzuhelfen, die Kosten zu senken und den Standort zu sichern."
Brose hatte zuletzt rote Zahlen geschrieben, das vergangene GeschĂ€ftsjahr schloss der Autozulieferer mit einem Verlust von 142 Millionen Euro ab. Ursache waren die rĂŒcklĂ€ufige Produktion und Kosten der laufenden Restrukturierung. Die UmsĂ€tze sanken 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 200 Millionen auf 7,7 Milliarden Euro. Insgesamt beschĂ€ftigt Brose 32.000 Menschen in 24 LĂ€ndern.
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