MilitÀr bestÀtigt Beginn von Bodenoffensive in Stadt Gaza
16.09.2025 - 11:28:46Nach der Anweisung der politischen Spitze hÀtten Truppen "den Bodeneinsatz in die Hamas-Hochburg ausgeweitet, in die Stadt Gaza", sagte ein Sprecher. Es handele sich um ein "schrittweises Manöver", an dem Luft- und BodenstreitkrÀfte beteiligt seien. Ziel sei es, die Hamas-KrÀfte in diesem Gebiet auszuschalten. Unter der Stadt befinde sich ein ausgedehntes, unterirdisches Tunnelnetzwerk der Hamas, hieà es.
Bis zu 3.000 Hamas-KĂ€mpfer in der Stadt Gaza
Israel gehe davon aus, dass sich bis zu 3.000 kampfbereite Mitglieder der islamistischen Terrororganisation in der Stadt Gaza aufhielten. Die Angaben lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen. Man werde alles unternehmen, um die Sicherheit der 48 verbliebenen Geiseln und der Zivilisten in Gaza zu gewĂ€hrleisten, sagte der MilitĂ€rsprecher weiter. Rund 40 Prozent der Zivilbevölkerung - mehr als 350.000 Menschen - hĂ€tten die Stadt nach israelischen MilitĂ€rinformationen bereits verlassen. Das heiĂt im Umkehrschluss, dass sich dort weiter Hunderttausende Menschen befinden.
Die Truppen seien schon seit Wochen in den AuĂenbezirken der Stadt Gaza im Einsatz, sagte der Sprecher. Seit Montagabend bewegten sie sich zudem langsam in Richtung des Stadtzentrums. Es seien gegenwĂ€rtig zwei Divisionen an dem Einsatz beteiligt, regulĂ€re und Reservetruppen. In den kommenden Tagen sollten weitere Divisionen zum Einsatz kommen. Eine Division besteht in der Regel aus 10.000 bis 15.000 Soldatinnen und Soldaten. Man stelle sich auf einen "komplexen HĂ€userkampf" in der Stadt Gaza mit "vielen Herausforderungen" ein, sagte der Sprecher.
Aufruf zur Flucht von Zivilisten in den SĂŒden
Die Armee hat die Menschen in der Stadt Gaza dazu aufgerufen, sich in eine sogenannte humanitĂ€re Zone im SĂŒden des KĂŒstenstreifens zu begeben. Neben dem Einsatzplan gebe es auch einen Plan zur humanitĂ€ren Versorgung der Zivilbevölkerung, sagte der Sprecher. In der Zone gebe es mehr Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente und UnterkĂŒnfte, so Israels Darstellung. HumanitĂ€re Hilfsmittel sollten auf unterschiedliche Weisen verteilt werden. Internationale Hilfsorganisationen haben immer wieder vor einer VerschĂ€rfung der schlimmen humanitĂ€ren Lage im umkĂ€mpften Gazastreifen gewarnt, in dem rund zwei Millionen PalĂ€stinenser leben.

