ROUNDUPDeutschland, IndustrieauftrÀge

IndustrieauftrÀge und Produktion ettÀuschen im Januar

09.03.2026 - 11:45:57 | dpa.de

Daten aus der deutschen Industrie haben zu Jahresbeginn enttÀuscht.

So haben die Unternehmen im Januar deutlich weniger AuftrÀge erhalten als erwartet und die Produktion ist unerwartet gefallen.

Der Auftragseingang sank im Monatsvergleich saison- und kalenderbereinigt um 11,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Analysten wurden von der StĂ€rke des AuftragsdĂ€mpfers ĂŒberrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen RĂŒckgang um 4,3 Prozent erwartet.

Zudem war der Auftragseingang im Dezember schwÀcher als bisher bekannt ausgefallen. Das Bundesamt revidierte den Anstieg auf nur noch 6,4 Prozent im Monatsvergleich, nachdem zuvor ein Plus von 7,8 Prozent gemeldet worden war. Im Jahresvergleich stieg der Auftragseingang im Januar um 3,7 Prozent, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht. Hier hatten Analysten einen deutlich stÀrkeren Zuwachs erwartet.

Erneut spielte die Entwicklung der GroßauftrĂ€ge eine maßgebliche Rolle. Ohne deren BerĂŒcksichtigung war der Auftragseingang im Januar nur um 0,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Die Ergebnisse fĂŒr das Saarland lagen fĂŒr die Berechnung des Bundesergebnisses fĂŒr Januar nicht rechtzeitig vor und wurden daher geschĂ€tzt.

"Nach dem sehr hohen Volumen an GroßauftrĂ€gen im Dezember 2025 haben sich die AuftragseingĂ€nge im Januar 2026 in mehreren Branchen des Verarbeitenden Gewerbes wieder normalisiert", heißt es in der Mitteilung des Bundesamtes. Dies zeigt sich besonders bei den NeuauftrĂ€gen von Metallerzeugnissen, die um 39,4 Prozent gesunken sind.

Unerwartet schwach zeigte sich auch die Entwicklung der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe. Hier meldete Destatis fĂŒr Januar einen RĂŒckgang um 0,5 Prozent im Monatsvergleich, wĂ€hrend Analysten einen Anstieg um 1,0 Prozent erwartet hatten. Im Dezember war die Produktion um revidierte 1,0 Prozent gefallen (zunĂ€chst -1,9 Prozent). Im Jahresvergleich sank die Produktion in den Industriebetrieben um 1,2 Prozent und damit ebenfalls stĂ€rker als erwartet.

"Alles in allem lassen die heutigen Zahlen nicht erwarten, dass die Industrie im ersten Quartal das Wachstum der deutschen Wirtschaft unterstĂŒtzen wird", schreiben Experten der Commerzbank. FĂŒr das Wachstum sei allenfalls ein leichtes Plus zu erwarten. "Zwar machen die gerade auch fĂŒr die Industrie zuletzt besseren Stimmungsindikatoren Hoffnung auf eine Wende zum Besseren, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnungszeichen auch nach der Eskalation im Nahen Osten und den deshalb stark gestiegenen Ölpreisen bestehen bleiben."

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