DAX, Geopolitik

DAX: Geopolitik drückt Kurse

29.03.2026 - 12:00:48 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex verliert zum Quartalsende deutlich, angetrieben durch Eskalationsängste im Nahen Osten und steigende Ölpreise. Technische Unterstützungsmarken geraten ins Visier.

DAX: Geopolitik drückt Kurse - Foto: über boerse-global.de
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Die Angst vor einem Flächenbrand im Nahen Osten hat den deutschen Aktienmarkt zum Abschluss des ersten Quartals unter Druck gesetzt. Berichte über eine drohende Bodeninvasion und die mögliche Blockade strategischer Schifffahrtswege ließen Anleger am Freitag die Flucht in Sicherheit antreten. In der Folge knickte der DAX Net Return deutlich ein und beendete die Handelswoche bei 1.963,50 Punkten – ein Minus von 1,50 Prozent.

Eskalation im Nahen Osten belastet

Haupttreiber für die negative Dynamik war die massive Verschärfung der geopolitischen Lage. Die Sorge vor einer Schließung der Straße von Hormus durch iranische Streitkräfte trieb die Ölpreise der Sorte Brent unmittelbar nach oben. Dies weckte am Frankfurter Parkett neue Inflationssorgen und dämpfte die Hoffnung auf eine entspannte Geldpolitik. Während der VDAX-NEW als Barometer für die Nervosität spürbar anstieg, rutschte der Index bereits am Vormittag unter die Marke von 1.980 Punkten.

Besonders zyklische Werte und energieintensive Sektoren litten unter dieser Entwicklung. Während defensive Titel wie Symrise als seltener Rückzugsort gesucht waren, verbuchten Schwergewichte deutliche Verluste:

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  • Siemens Energy: -3,85 %
  • Infineon Technologies: -3,73 %
  • MTU Aero Engines: -3,73 %
  • Symrise: +1,51 %
  • GEA Group: +0,42 %

Technische Marken im Test

Aus technischer Sicht hat sich das Bild merklich eingetrübt, da der Index nun unter seinen gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Tage notiert. Reicht die Unterstützung bei 1.950 Punkten aus, um den Abverkauf trotz der drohenden Blockade der Straße von Hormus aufzufangen?

Marktbeobachter blicken nervös auf dieses Niveau, da ein nachhaltiges Unterschreiten kurzfristig weitere Abgaben in Richtung der psychologisch wichtigen 1.900-Punkte-Marke auslösen könnte. Der Relative Strength Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 37,5 zwar eine zunehmend überverkaufte Lage, lieferte zum Wochenschluss jedoch noch kein belastbares Kaufsignal. Auf dem Weg nach oben fungiert der Bereich zwischen 1.990 und 2.000 Punkten nun als massiver Widerstand.

In der kommenden Woche liegt der Fokus der Marktteilnehmer auf der Veröffentlichung der neuen Inflationsdaten für die Eurozone. Sollte eine diplomatische Deeskalation im Nahen Osten ausbleiben, dürften die technischen Unterstützungsmarken erneut unter hohem Druck stehen. Ein Durchbrechen des Widerstands bei 1.990 Punkten bleibt die Voraussetzung für eine nachhaltige technische Gegenbewegung.

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