DAX, Iran-Krieg

DAX öffnet mit Verlusten: Iran-Krieg und Energiepreise belasten den deutschen Aktienmarkt

26.03.2026 - 10:31:10 | ad-hoc-news.de

Der DAX tendiert am Donnerstagmorgen vor Börseneröffnung um 1 Prozent tiefer auf 22.731 Punkte. Geopolitische Spannungen im Iran-Krieg und steigende Ölpreise dämpfen die Investorenstimmung, während der Sentiment-Index weiter sinkt.

DAX,  Iran-Krieg,  Ölpreise - Foto: THN
DAX, Iran-Krieg, Ölpreise - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX öffnet heute, Donnerstag, den 26. März 2026, mit deutlichen Verlusten. Eine Stunde vor Handelsbeginn tendiert der Index um 1,0 Prozent tiefer auf 22.731 Punkte, nachdem er gestern um 1,4 Prozent auf 22.957 Punkte zugelegt hatte. Die Erholung vom Vortag, getrieben durch US-Berichte über einen 15-Punkte-Friedensplan im Iran-Krieg, verpufft rasch. Stattdessen dominieren erneut geopolitische Unsicherheiten und steigende Energiepreise die Stimmung an den europäischen Märkten.

Stand: Donnerstag, 26. März 2026, 10:30 Uhr (Europe/Berlin)

Iran-Konflikt treibt Ölpreise und Marktsorgen

Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise wieder an. Brent-Rohöl verteuert sich um 1,6 Prozent auf 103,89 US-Dollar pro Barrel. Der Konflikt im Iran-Krieg befeuert die Befürchtungen vor Unterbrechungen in der Energieversorgung. Experten warnen, dass selbst ein Friedensabkommen Monate dauern würde, bis die Weltwirtschaft sich normalisiert. Viele Energieanlagen sind beschädigt und müssten langsam hochgefahren werden. Für deutsche Verbraucher bedeutet das anhaltend hohe Energiepreise, was das Konsumklima weiter belastet. Der GfK-Indikator für April wird auf minus 27,0 Punkte prognostiziert.

DAX-Sentiment verschlechtert sich weiter

Die Stimmung unter Investoren kühlt ab. Der Deutsche Börse Sentiment-Index für institutionelle Anleger mit mittelfristigem Horizont ist um 6 Punkte auf +19 gefallen. Das Bullenlager schrumpft nur leicht um 3 Prozentpunkte, doch die Bären gewinnen Terrain. Bei Privatanlegern verschlechtert sich die Lage stärker: Der Index sinkt um 13 Punkte auf +12, mit einem Anstieg des Bärenlagers um 8 Prozentpunkte. In der Untergruppe ohne Social-Media-Befragung liegt der Wert bei +7. Vermögensverwalter QC Partners betont, dass Schwankungen hoch bleiben und neue Verluste jederzeit möglich sind.

Asiatische Märkte rot, Europa folgt

Die Börsen in Asien zeigen rote Zahlen. Der Nikkei 225 verliert 0,27 Prozent auf 53.603,65 Punkte (Stand 07:45 Uhr). Ähnliche Verluste zeigen sich in anderen Fernost-Indizes. In Europa ist von der zaghaften Erholung der Wochenmitte wenig übrig. Der Fokus liegt auf dem Wechselspiel aus Drohungen und Diplomatie im Nahen Osten.

Unternehmensnews mit gemischten Signalen

Mitten in der Unsicherheit melden DAX-Konzerne Dividendenerhöhungen. Scout24 bestätigt vorläufige Zahlen und Ausblick mit einer deutlich höheren Dividende. Heidelberg Materials steigert die Auszahlung ebenfalls, bleibt aber hinter Erwartungen zurück. AIXTRON hingegen feiert mit dem Bau eines neuen Werks in Malaysia und Kursgewinnen. BASF eröffnet ein Werk in China. Solche News bieten punktuelle Auftrieb, können den Gesamttrend jedoch nicht umkehren.

Ausblick: Hohe Volatilität erwartet

Stratege Thomas Altmann warnt vor anhaltender Volatilität. Neue Kursverluste drohen mit jeder Eskalationsnachricht. Selbst Friedenssignale wie der US-Plan reichen nicht aus, um die Stimmung dauerhaft zu heben. Der DAX nähert sich der 23.000er-Marke von unten, doch ein Durchbruch scheint fern. Investoren sollten defensive Positionen priorisieren.

Europäische Perspektive für DACH-Anleger

Für private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum sind die Implikationen klar: Steigende Energiepreise belasten energieintensive Sektoren wie Chemie und Automobil. Der Iran-Krieg verstärkt Inflationsdruck und dämpft das Wachstum. Dennoch zeigen defensive Titel wie Deutsche Börse AG Stärke. Trotz Nahost-Turbulenzen weist die Börse Aufholpotenzial auf.

Risiken und Chancen im Detail

Die aktuelle Marktlage erfordert eine differenzierte Betrachtung. Risiken umfassen anhaltende geopolitische Spannungen, die Öl über 100 Dollar halten könnten. Chancen ergeben sich in Sektoren mit Friedensdividenden, wie Technologie und erneuerbare Energien. Analysten senken Gewinnprognosen für betroffene Konzerne, z. B. um 27 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

Weiterführende Quellen

n-tv: Der Börsen-Tag
Finanznachrichten: DAX und Stimmung
Finanzen.net: 10 Fakten zum Donnerstag
Deutsche Börse: Eröffnung Verluste

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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