DAX, Zinspause

DAX: Zinspause löst Abverkauf aus

20.03.2026 - 00:45:49 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex verliert deutlich, nachdem EZB und Fed die Zinsen unverĂ€ndert lassen. Geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise schĂŒren InflationsĂ€ngste.

DAX: Zinspause löst Abverkauf aus - Foto: ĂŒber boerse-global.de
DAX: Zinspause löst Abverkauf aus - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der erhoffte geldpolitische RĂŒckenwind fĂŒr den deutschen Aktienmarkt bleibt aus. Stattdessen dĂ€mpfen die EuropĂ€ische Zentralbank und die US-Notenbank Fed mit anhaltenden Zinspausen die Stimmung der Anleger. Gepaart mit geopolitischen Spannungen und steigenden Energiepreisen entlĂ€dt sich die Unsicherheit nun in einem spĂŒrbaren KursrĂŒckgang.

Infolgedessen verlor der Leitindex am Donnerstag deutlich an Boden und schloss mit einem Minus von 2,48 Prozent bei 22.919,91 Punkten. Damit fĂ€llt das Barometer unter die psychologisch wichtige Marke von 23.000 ZĂ€hlern. Verantwortlich fĂŒr die ZurĂŒckhaltung der Notenbanker ist die komplexe Gemengelage im Nahen Osten. Der dortige Konflikt treibt die Rohölpreise nach oben und schĂŒrt bei den WĂ€hrungshĂŒtern die Sorge vor einer hartnĂ€ckigen Inflation bei gleichzeitig schwĂ€chelndem Wirtschaftswachstum.

Einzelwerte: Vonovia enttÀuscht, Commerzbank gefragt

Auf Unternehmensebene spiegelte sich die nervöse Marktlage in teils drastischen AusschlĂ€gen wider. Der Immobilienkonzern Vonovia prĂ€sentierte zwar nach einem Verlustjahr wieder einen Gewinnsprung, schickte die Aktie aber mit einem enttĂ€uschenden Ausblick auf Talfahrt. Der Titel gab zeitweise um zehn Prozent nach. Ebenfalls schwach prĂ€sentierten sich Airbus aufgrund von Auslieferungsproblemen an Rumpfteilen sowie die Lufthansa, fĂŒr die Analysten ein trĂŒbes Branchenumfeld skizzieren.

Einen der wenigen Lichtblicke lieferte die Commerzbank. Die AnkĂŒndigung von UniCredit-Chef Andrea Orcel, direkte ÜbernahmegesprĂ€che mit dem Frankfurter Institut suchen zu wollen, stĂŒtzte das Papier gegen den schwachen Markttrend. Auf Sektorebene litten vor allem Industrie- und Energiewerte unter der Aussicht auf steigende Produktionskosten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Inflationssorgen bremsen Notenbanken

Die geldpolitischen Fakten untermauern die aktuelle Vorsicht der Investoren. Sowohl die Fed mit ihrem Zielband von 3,50 bis 3,75 Prozent als auch die EZB mit einem Einlagesatz von 2 Prozent ließen die Zinsen unangetastet. FĂŒr die europĂ€ische Notenbank war es bereits die sechste Nullrunde in Folge. Marktbeobachter werten die begleitenden Statements als klares Signal: Die BekĂ€mpfung potenzieller Stagflationsrisiken hat absolute PrioritĂ€t.

Charttechnisch rĂŒckt nach dem Bruch der 23.000-Punkte-Marke nun die nĂ€chste UnterstĂŒtzungszone bei 22.943 ZĂ€hlern in den Fokus. Sollte der Verkaufsdruck anhalten, droht bis zum Wochenschluss ein weiterer RĂŒcksetzer in den Bereich um 22.500 Punkte. Gleichzeitig mĂŒssen Investoren ihre Zinsfantasien fĂŒr das laufende Jahr drastisch anpassen, da Ökonomen wie Ulrike Kastens von der DWS angesichts der Teuerungsrisiken sogar erneute Zinserhöhungen im Sommer fĂŒr wahrscheinlicher halten als die zuvor erhofften Senkungen.

Anzeige

DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 20. MĂ€rz liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr DAX-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. MĂ€rz erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schÀtzen die Börsenprofis DAX Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  DAX Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
DE0008469008 | DAX | boerse | 68914203 |