Gericht, Bayers

Gericht genehmigt Bayers Glyphosat-Deal mit KlÀgern vorerst

04.03.2026 - 18:20:07 | dpa.de

Der Agrarchemiekonzern Bayer DE000BAY0017 kommt seinem Vorhaben ein StĂŒck nĂ€her, die milliardenschweren Rechtsrisiken wegen Glyphosat-Klagen in den USA in den Griff zu bekommen.

Nachdem die Leverkusener Mitte Februar einen Sammelvergleich mit der KlÀgerseite bekanntgegeben hatten, vermeldeten sie nun die vorlÀufige Genehmigung durch das zustÀndige Gericht in St. Louis im Bundesstaat Missouri.

Der Mitte Februar bekanntgegebene und bei Gericht eingereichte Deal umfasst Zahlungen von maximal 7,25 Milliarden US-Dollar (aktuell 6,23 Milliarden Euro) ĂŒber bis zu 21 Jahre. Seine RĂŒckstellungen fĂŒr Rechtsstreitigkeiten musste Bayer deswegen um vier Milliarden auf 11,8 Milliarden Euro erhöhen. Mit dem Sammelvergleich sollen sowohl anhĂ€ngige als auch mögliche kĂŒnftige Klagen beigelegt werden, bei denen eine Krebserkrankung geltend gemacht wird (Non-Hodgkin-Lymphom/NHL).

"Das ist der erste wichtige Schritt fĂŒr die Umsetzung des Sammelvergleichs", teilte Bayer nach der vorlĂ€ufigen Entscheidung des Gerichts mit. "Wir sind ĂŒberzeugt, dass der langfristige und solide finanzierte Vergleichsvorschlag, der von fĂŒhrenden KlĂ€gerkanzleien unterstĂŒtzt wird, durch das Gericht endgĂŒltig genehmigt werden sollte."

Konzernchef Bill Anderson hatte am Vormittag die Jahreszahlen des Herstellers von Unkrautvernichtern und Saatgut fĂŒr das Jahr 2025 vorgestellt und sich dabei zuversichtlich gezeigt, dass das grĂŒne Licht aus St. Louis bald kommen wĂŒrde. Schon wenige Stunden spĂ€ter war es so weit.

Nur ein Schritt von mehreren

Das grĂŒne Licht ist allerdings nur ein Schritt hin zur finalen Genehmigung. Nach Angaben von Bayer informieren die KlĂ€geranwĂ€lte nun ihre Mandanten. Denen wird eine Frist bis Anfang Juni eingerĂ€umt, um den Vergleich abzulehnen oder EinwĂ€nde bei Gericht einzubringen. Nach dieser Frist gibt es noch eine Anhörung von dem Gericht, danach steht die finale Genehmigung an. Gegen diese können allerdings wieder Rechtsmittel eingelegt werden.

In den USA fĂŒhrten Zehntausende KlĂ€ger Krebserkrankungen auf Glyphosat zurĂŒck. WĂ€hrend eine zur Weltgesundheitsorganisation gehörende Einrichtung den Wirkstoff, der in dem Unkrautvernichter Roundup enthalten ist, 2015 als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft hatte, waren zahlreiche andere Einrichtungen von der WHO und von diversen LĂ€ndern anderer Meinung. Bayer betont stets, dass die Anwendung von Glyphosat sicher sei. Außerdem hoffen die Leverkusener auf ein positives Grundsatzurteil des obersten US-Gerichts. Das soll ebenfalls helfen, die Klagewelle zu beenden - dieses Urteil wird im Juni erwartet.

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