Ergebnisse, Produktion/Absatz

Autobauer GM erhöht Prognose dank starkem Heimatmarkt

23.04.2024 - 14:01:53

Der Automobilhersteller General Motors US37045V1008 (GM) zeigt sich nach einem stĂ€rker als erwartet ausgefallenen ersten Quartal optimistischer fĂŒr das laufende Jahr.

Der US-Konzern profitiert dabei weiter von einer robusten Nachfrage nach Pick-up-Trucks sowie StadtgelÀndewagen (SUVs) in seinem Heimatmarkt. Dagegen kÀmpft GM mit Problemen im wichtigen chinesischen GeschÀft, in dem einheimische Hersteller den US- und europÀischen Wettbewerbern zunehmend Marktanteile abluchsen. Und auch in den anderen Teilen der Welt lÀuft es nicht rund.

Die vergangenen 24 Monate sei GM im Schnitt 15 Prozent jĂ€hrlich gewachsen, sagte Finanzvorstand Paul Jacobson am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen in Detroit in einer Telefonkonferenz. Aus diesem Grund habe GM die Prognose erhöht. So erwartet der Autohersteller fĂŒr das laufende Jahr ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 12,5 bis 14,5 Milliarden US-Dollar. Das untere wie das obere Ende der Spanne wurde dabei um 500 Millionen Dollar angehoben. Der Nettogewinn soll bei 10,1 bis 11,5 Milliarden liegen und damit je 300 Millionen Dollar höher als zunĂ€chst in Aussicht gestellt. Beim Mittelzufluss im AutomobilgeschĂ€ft zeigte sich der Konzern ebenfalls zuversichtlicher.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 7,6 Prozent auf 43 Milliarden Dollar (rund 40,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Das Wachstum resultierte dabei allein aus Nordamerika. Das operative Ergebnis (bereinigte Ebit) stieg leicht um 1,8 Prozent auf rund 3,9 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente GM mit knapp drei Milliarden Dollar rund ein Viertel mehr als im Vorjahr. Die Zahlen fielen besser aus als von Analysten im Vorfeld erwartet.

Doch wĂ€hrend es in Nordamerika rund lief, verbuchte GM im Quartal in China einen Verlust von 100 Millionen Dollar. In seinen besten Zeiten verdiente GM hier zwei Milliarden Dollar im Jahr. Jacobson zufolge hat GM mit dem Verlust gerechnet, nachdem das Unternehmen im Quartal LagerbestĂ€nde abgebaut hatte. Der Marktanteil in China sank von 9,1 auf 7,9 Prozent. Der Finanzvorstand geht fĂŒr den weiteren Verlauf von einer sich verbessernden Entwicklung aus. Auch in den anderen internationalen MĂ€rkten zeigten sich Bremsspuren: Sie waren zwar profitabel, erzielten jedoch deutlich weniger Gewinn als ein Jahr zuvor./nas/mne/ jha/

@ dpa.de | US37045V1008 ERGEBNISSE