Ergebnisse, Produktion/Absatz

Norma zahlt weniger Dividende - Aktie unter Druck

31.03.2025 - 10:29:37

Der Automobilzulieferer und Verbindungstechnikspezialist Norma DE000A1H8BV3 zahlt seinen AktionĂ€ren fĂŒr 2024 weniger Dividende.

Vorgeschlagen wĂŒrden 0,40 Euro je Aktie, nach 0,45 Euro fĂŒr das vorangegangene Jahr, teilte das Unternehmen am Montag bei der Vorlage der finalen Zahlen fĂŒr 2024 mit. Unter dem Strich verdiente Norma mit 14,8 Millionen Euro fast die HĂ€lfte weniger als im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch Abschreibungen bei einer indischen Tochter. Bereinigt sank der Gewinn um knapp sieben Prozent auf 40,9 Millionen Euro.

Norma hatte bereits im Februar vorlĂ€ufige Zahlen fĂŒr das vergangene Jahr vorgelegt, die nun bestĂ€tigt wurden. Umsatz und Ergebnis sanken wegen der schwierigen Entwicklung in der Automobilindustrie und im Bausektor. Auch der bereits bekannte Ausblick fĂŒr 2025 wurde bestĂ€tigt.

So erwartet das Unternehmen auch fĂŒr das laufende Jahr keine großen SprĂŒnge. Vor allem das erste Halbjahr dĂŒrfte noch von einer zurĂŒckhaltenden Nachfrage geprĂ€gt sein. Eine Belebung soll es voraussichtlich erst in der zweiten JahreshĂ€lfte geben. Von daher erwartet Norma fĂŒr 2025 einen Umsatz von 1,1 Milliarden bis 1,2 Milliarden und damit in etwa auf Vorjahresniveau. Die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht der Konzern bei rund sechs bis rund acht Prozent. Im Vorjahr hatte Norma acht Prozent erreicht. In der Prognose ist das zum Verkauf stehende Wassermanagement-GeschĂ€ft noch enthalten.

Die im SDax notierte Aktie verlor am Vormittag fast vier Prozent und damit weiter an Boden. Das Minus summiert sich damit im laufenden Jahr auf gut 16 Prozent. In den vergangenen 12 Monaten steht sogar ein Kursverlust von mehr als einem Viertel zu Buche.

Die GeschĂ€ftsentwicklung bleibe schwach und es sei keine Verbesserung in Sicht, notierte Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank. Norma habe die bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Anfang MĂ€rz als enttĂ€uschend eingestufte Prognose bestĂ€tigt. Der Ausblick hatte die Erwartungen der Analysten damals deutlich verfehlt. Der Nettogewinn fĂŒr das vergangene Jahr liege wegen der Abschreibungen deutlich unter den SchĂ€tzungen des Marktes, so der Analyst.

Vor kurzem erst hatte der Vorstandsvorsitzende Guido Grandi wegen strategischer Differenzen zur weiteren Ausrichtung des Unternehmens sein Vorstandsmandat und seine Position zum Ablauf des 17. Februar 2025 niedergelegt. FĂŒr den Übergangszeitraum von maximal einem Jahr leitet der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Mark Wilhelms Norma. Grandi hatte Ende November das Wassermanagement zum Verkauf gestellt und wollte das Unternehmen in der Folge mit ZukĂ€ufen im allgemeinen IndustriegeschĂ€ft stĂ€rken.

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