Bundeskartellamt genehmigt Kauf von Berliner FernwÀrmenetz
04.04.2024 - 15:40:49 | dpa.de"Fusionskontrollrechtlich ist das Vorhaben nicht zu beanstanden", teilte KartellamtsprÀsident Andreas Mundt am Donnerstag mit. Eine Verschlechterung der wettbewerblichen Bedingungen sei durch den Kauf nicht zu erwarten.
GrundsĂ€tzlich seien Betreiber von FernwĂ€rmenetzen Monopolisten im jeweiligen Netz. "Die Kundinnen und Kunden können, anders als etwa bei der Strom- oder Gasversorgung, nicht auf einen anderen Versorger ausweichen", teilte Mundt weiter mit. "An dieser Lage Ă€ndert sich durch den EigentĂŒmerwechsel nichts."
Die Behörde warnte den Senat indes davor, die marktbeherrschende Stellung als FernwĂ€rmeversorger zu missbrauchen. "Zudem mĂŒssen auch fĂŒr neue Anbieter faire Chancen bestehen, bei einem etwaigen Neubau von FernwĂ€rmenetzen zum Zuge zu kommen."
Das Land Berlin und Vattenfall hatten sich im Dezember auf die Ăbernahme des Netzes mit rund 1,4 Millionen Haushaltskunden geeinigt. Der Deal kostet den Senat rund 1,6 Milliarden Euro. Mit dem Kauf streckt die Landesregierung auch die FĂŒhler nach dem Berliner Gasnetz aus, das derzeit vom privaten Unternehmen Gasag betrieben wird. Vattenfall rĂ€umt dem Senat eine Kaufoption fĂŒr die eigenen Gasag-Anteile ein. Den Schweden gehören rund 31,6 Prozent des Konzerns. Ob Berlin diese Option ziehen wird, will der Senat eigenen Angaben zufolge im laufenden Jahr prĂŒfen.
Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte dem Kauf im Februar mit breiter Mehrheit zugestimmt. Die Ăbernahme soll im Mai vollzogen sein.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

