Produktion/Absatz, Rohstoffe

BASF und Vulcan Energie prĂŒfen mögliche Nutzung von ErdwĂ€rme

20.11.2024 - 14:34:09 | dpa.de

Der Chemiekonzern BASF DE000BASF111 und das Unternehmen Vulcan Energie (Karlsruhe) prĂŒfen die mögliche Nutzung von ErdwĂ€rme fĂŒr die Produktion in Ludwigshafen und die Versorgung umliegender Kommunen.

Im Beisein der rheinland-pfĂ€lzischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) unterzeichneten beide Seiten eine entsprechende AbsichtserklĂ€rung. Vorgesehen sind zunĂ€chst Messungen zur Untersuchung der geothermischen Gegebenheiten in einer Teilregion des Oberrheingrabens. Der Beginn der ersten Erkundungen ist derzeit fĂŒr Anfang 2025 geplant.

WĂ€hrend BASF das heiße Thermalwasser zur Dampferzeugung nutzen wĂŒrde, könnte Vulcan es im Anschluss zur Gewinnung von Lithium verwenden. Das Alkalimetall ist ein Bestandteil fĂŒr Batterien, zum Beispiel in E-Autos. Der Lithium-Ionen-Akku wird auch fĂŒr Smartphones und Computer gebraucht. Auch die umliegenden StĂ€dte Frankenthal und Ludwigshafen sollen Vulcan Energie zufolge im Erfolgsfall von der nachhaltigen WĂ€rme profitieren und beteiligen sich in einem ersten Schritt an der erforderlichen Erkundung.

"UnabhÀngiger von Energieimporten"

"Sollte das Vorhaben gelingen, hĂ€tten wir ein hervorragendes Beispiel, wie wir in der Metropolregion Rhein-Neckar die Energiewende im Schulterschluss von Politik, Energieversorgern und Industrie gestalten und fĂŒr alle Seiten Vorteile heben können", sagte Uwe Liebelt, PrĂ€sident fĂŒr die europĂ€ischen BASF-Verbundstandorte, laut einer Mitteilung.

Thorsten Weimann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Vulcan Energie, nannte als Ziel, kombinierte Projekte wie in Ludwigshafen im gesamten Oberrheingraben umzusetzen. "Eine damit verbundene zuverlĂ€ssige WĂ€rmeversorgung fĂŒr die Menschen in der Region wĂŒrde ebenfalls einen wichtigen Standortvorteil schaffen."

Landeswirtschaftsministerin Schmitt hob vor allem die Zusammenarbeit von Unternehmen und Kommunen hervor. "Durch die Nutzung heimischer Energieressourcen können wir unabhÀngiger von Energieimporten und den sehr volatilen Energiepreisen auf dem Weltmarkt werden", meinte sie.

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