Aktien Frankfurt Ausblick: Dax mit Gewinnen Richtung Rekord - Zoll-Optimismus
24.07.2025 - 08:23:23 | dpa.deDer X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor dem Handelsstart 1,2 Prozent höher auf 24.542 Punkte. FĂŒr den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 zeichnete sich ebenfalls ein starker Auftakt ab.
Damit nimmt der Dax offenbar die CharthĂŒrde um 24.500 Punkte und steuert wieder auf seinen zwei Wochen alten Höchststand bei 24.639 Punkte zu. In den USA wurde der Zolldeal mit Japan gefeiert: Nun nĂ€herte sich auch der Dow Jones Industrial US2605661048 seinem Höchststand vom Dezember bis auf weniger als 100 Punkte. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 setzte derweil seine Rekordjagd fort und auch die Nasdaq-Indizes US6311011026XC0009694271 prĂ€sentierten sich nach kleinem RĂŒckschlag wieder stark.
Die europĂ€ischen Anleger hatten sich bereits tags zuvor optimistisch gezeigt, dass in den Verhandlungen im Zollstreit zwischen der EuropĂ€ischen Union (EU) und den USA letztlich ein Ă€hnlich milder Deal gelingt wie zwischen Japan und den USA. Am Abend hatte die "Financial Times" bereits berichtet, dass genau dies bevorstĂŒnde. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor seinem Treffen mit dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron eine bevorstehende Einigung angedeutet. Nach dem Treffen zeigten sich beide Politiker allerdings entschlossen zu möglichen GegenmaĂnahmen bereit - die vorherige Andeutung von Merz wurde nicht wiederholt.
In den aktuellen Verhandlungen zwischen der EU und den USA soll verhindert werden, dass die Vereinigten Staaten Einfuhrabgaben ab 1. August in Höhe von 30 Prozent erheben. Im Falle von Japan wurde sich auf die HĂ€lfte geeinigt. US-PrĂ€sident Trump sagte zuletzt: "Wenn sie zustimmen, die Union fĂŒr amerikanische Unternehmen zu öffnen, dann werden wir einen niedrigeren Zoll erheben."
Am Nachmittag richtet sich die Aufmerksamkeit auf die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB). Die EZB wird bei ihrer dann anstehenden Zinsentscheidung die Leitzinsen voraussichtlich nicht weiter senken, sondern stabil halten. Insbesondere der Handelsstreit zwischen der EuropĂ€ischen Union und den USA spricht nach EinschĂ€tzung von Experten fĂŒr eine Zinspause.
Hierzulande nimmt die Berichtssaison der Unternehmen zum zweiten Quartal Fahrt auf. So sieht sich die Deutsche Bank DE0005140008 nach einem unerwartet guten ersten Halbjahr auf gutem Weg zu mehr Gewinn im laufenden Jahr. Damit notierten die Papiere auf der Handelsplattform knapp drei Prozent ĂŒber dem Xetra-Schuss vom Mittwoch.
Der Deutsche-Bank-Tochter DWS DE000DWS1007 sammelte trotz der Turbulenzen an den FinanzmÀrkten mehr Geld von Anlegern ein. Die Papiere des Fondsanbieters stiegen auf Tradegate um fast zwei Prozent.
FĂŒr die Aktien von MTU DE000A0D9PT0 ging es auf Tradegate um 1,3 Prozent nach oben. Der Triebwerksbauer ĂŒberraschte mit seinen GeschĂ€ftszahlen positiv.
Amadeus Fire DE0005093108 aber schockte die Anleger. Der Personaldienstleister strich nach einem schwachen zweiten Quartal seine GeschĂ€ftsziele fĂŒr das laufende Jahr zusammen. Die Anteilsscheine sackten auf Tradegate um fast 14 Prozent ab.
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