Dax baut an Nikolaus Allzeithoch weiter aus
06.12.2023 - 09:33:00 | dts-nachrichtenagentur.deDamit schaffe der Deutsche Aktienindex "den nĂ€chsten Meilenstein einer auĂerordentlich erstaunlichen Hausse", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Börsen feiern eine anstehende Zeitenwende in der Geldpolitik, die weder bereits eingetreten noch von offizieller Seite wirklich bestĂ€tigt ist", ergĂ€nzte er. FĂŒr den Dax sei das neue Rekordhoch auch ein charttechnischer Befreiungsschlag. Am Dienstag hĂ€tten neue, auf eine willkommene AbschwĂ€chung hindeutende Arbeitsmarktdaten aus den USA die Zuversicht erhöht, dass die US-Notenbank Fed bald auch offiziell Signale der geldpolitischen Entspannung senden könne und werde. "Die Spannung vor der Sitzung in der kommenden Woche und den Arbeitsmarktdaten am Freitag steigt im Gleichklang mit den Erwartungen der Anleger immer weiter", so Stanzl. Unterdessen droht Moody`s mit einer Abstufung von Chinas BonitĂ€tsnote. "Der negative Kreditausblick ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der chinesischen Wirtschaft, auf die im Moment kein Verlass ist." Die Stimmung rund um chinesische Aktien sei auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Mittlerweile seien die Aktien allerdings so stark gefallen, dass sie aus Sicht der Bewertungen wieder fĂŒr einige Investoren interessant werden könnten. "China kann auĂerdem auf eine baldige Lockerung der geldpolitischen Haltung der amerikanischen und europĂ€ischen Zentralbanken hoffen und damit auch auf wieder wachsendes Interesse westlicher Investoren", sagte der Marktanalyst. "In Zeiten fallender Leitzinsen - wie es 2024 Wirklichkeit werden könnte - wurde in der Vergangenheit LiquiditĂ€t vom Kern des Euro- und Dollar-WĂ€hrungsraums in die wachstumsstarken SchwellenlĂ€nder investiert. Mit den wachsenden geldpolitischen Hoffnungen geht auch die Erwartung einher, dass die Dollar- und Euro-Repatriierung bald nachlassen und damit China wieder mehr auslĂ€ndisches Kapital zur VerfĂŒgung stehen wird", so Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Mittwochmorgen etwas schwĂ€cher. Ein Euro kostete 1,0784 US-Dollar (-0,12 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9273 Euro zu haben. Der Ălpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 77,41 US-Dollar, das waren 21 Cent oder 0,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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