K+S wartet weiter auf wichtige Preissignale aus China
13.05.2024 - 08:25:45 | dpa.deAuch bei der Vorlage endgĂŒltiger GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das erste Quartal am Montag betonte der MDaxDE0008467416-Konzern, dass das untere Ende der Jahresgewinnprognose unwahrscheinlicher geworden sei, es aber noch UnwĂ€gbarkeiten gebe. Bereits Ende April hatte sich das Unternehmen bei der Veröffentlichung vorlĂ€ufiger Quartalszahlen zu operativem Gewinn und freiem Finanzmittelfluss geĂ€uĂert. Beide waren damals ĂŒberraschend hoch ausgefallen und wurden nun bestĂ€tigt.
K+S profitierte zum Jahresauftakt von einem vergleichsweise hohen GeschĂ€ftsanteil von Spezialprodukten in Europa, die teurer verkauft werden können als etwa Standardwaren im wichtigen Markt Brasilien. Das könnte sich allerdings im Jahresverlauf Ă€ndern. Denn das Ăberseepreisniveau wird laut K+S wieder an Bedeutung gewinnen.
Der Umsatz fiel von Januar bis Ende MĂ€rz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 988 Millionen Euro, wie K+S am Montag weiter mitteilte. Höhere Preise und Verkaufsmengen im AuftausalzgeschĂ€ft konnten niedrigere Preise im DĂŒngergeschĂ€ft nicht ausgleichen.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank zwar - wie bereits bekannt - um mehr als die HĂ€lfte auf rund 200 Millionen Euro, allerdings war der operative Gewinn vor einem Jahr auch auĂergewöhnlich hoch ausgefallen. Der auf die Anteilseigner entfallende Ăberschuss sank von 263,4 Millionen Euro vor einem Jahr auf nun 18,6 Millionen Euro.
FĂŒr 2024 kalkuliert der Vorstandsvorsitzende Burkhard Lohr mit einem operativen Ergebnis von 500 bis 650 Millionen Euro. Der um Sondereffekte bereinigte freie Finanzmittelfluss soll 2024 weiter mindestens ausgeglichen sein. Im ersten Quartal hatte er rund 111 Millionen Euro erreicht.
Wichtig werden dabei auch die noch ausstehenden Kali-LiefervertrĂ€ge der groĂen Konkurrenten mit den wichtigen AbnehmerlĂ€ndern Indien, vor allem aber China. An diesen Preisen orientiert sich der Rest der Branche, auch mit Blick auf andere Regionen der Welt. Zum Vergleich: 2023 war der operative Gewinn vom 2022er-Rekordniveau von 2,4 Milliarden Euro wegen eines schwĂ€cheren Agrarmarktumfeldes auf 712 Millionen Euro gesunken.
Ende April, nach der Vorlage der Eckdaten fĂŒr das erste Quartal, waren der K+S-Aktienkurs zunĂ€chst deutlicher gestiegen, dann aber wieder zurĂŒckfallen. Unter dem Strich hat sich damit bislang seit Mitte MĂ€rz beim Kurs wenig getan - er pendelt ĂŒberwiegend zwischen etwa 13,40 und 14,20 Euro. FĂŒr 2024 steht ein kleines Minus auf dem Kurszettel. Am Montagmorgen zeichneten sich vörbörslich moderate Kursgewinne auf rund 14 Euro ab.
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