Irans Ex-PrÀsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
01.03.2026 - 15:35:01 | dpa.deNach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-JÀhrige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit LeibwÀchtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt.
Ahmadinedschad fĂŒhrte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament. Gegen Ende seiner Amtszeit wuchs die Kritik an seinem Kurs. Seine harte Linie in der Atompolitik löste internationale Sanktionen aus, die das Land in eine schwere Wirtschaftskrise fĂŒhrten.
Wegen seiner militĂ€rischen Drohungen gegen Israel sowie der Leugnung des Holocaust war der Iran international isoliert. Seine UnterstĂŒtzer wandten sich immer mehr von ihm ab, selbst unter den Hardlinern war er am Ende seiner Amtszeit umstritten.
Ahmadinedschad stĂŒtzte sich wĂ€hrend seiner PrĂ€sidentschaft massiv auf die Revolutionsgarden (IRGC). Im Gegenzug verschaffte er ihnen Gewinne bei Privatisierungen sowie Kontrolle ĂŒber strategische Wirtschaftssektoren.
Obwohl Ahmadinedschad als Ziehsohn des jetzt getöteten Ajatollah Ali Chamenei galt, entwickelte er sich gegen Ende seiner PrĂ€sidentschaft und darĂŒber hinaus zu einer unberechenbaren Opposition innerhalb des Systems.
Sein Versuch, die Befugnisse des gewĂ€hlten PrĂ€sidenten gegenĂŒber dem Klerus zu erweitern - insbesondere durch den offenen Konflikt um das Geheimdienstministerium 2011 - fĂŒhrte zum Bruch mit dem Obersten FĂŒhrer. In den Folgejahren wurde er politisch marginalisiert; der WĂ€chterrat schloss ihn 2017, 2021 und 2024 von den PrĂ€sidentschaftswahlen aus.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

