Devisen: Eurokurs gerÀt erneut zum US-Dollar unter Druck
29.07.2025 - 16:51:38Am Nachmittag wurde die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,1540 Dollar gehandelt. Im frĂŒhen Handel hatte sie noch knapp 1,16 Dollar gekostet. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1533 (Montag: 1,1654) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8671 (0,8581) Euro.
Am Montagmorgen hatte der Euro noch 1,1750 Dollar gekostet, bevor die Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der EuropĂ€ischen Union die GemeinschaftswĂ€hrung krĂ€ftig unter Druck setzte. Die FinanzmĂ€rkte reagierten zum Wochenauftakt mit ErnĂŒchterung auf das Abkommen, kommentierten Analysten der Dekabank. "Angesichts der Einseitigkeit kann die SchwĂ€che des Euro gegenĂŒber dem Dollar kaum ĂŒberraschen."
Die Vereinbarung, die höhere Zölle auf Waren aus der EU vorsieht, habe den Euro belastet, sagte auch Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank. "Dies hat die Probleme des Euroraums wieder in den Vordergrund gerĂŒckt." Allerdings bleibe abzuwarten, ob der niedrigere Eurokurs wirklich lange Bestand haben werde, sagte Pfister.
Er verwies auf geldpolitische BeschlĂŒsse der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch erwartet werden. Diese dĂŒrften zeigen, "dass der politische Druck durch die US-Regierung langsam seine Wirkung entfaltet und ab September mehrere Zinssenkungen erfolgen dĂŒrften". Nach EinschĂ€tzung von Pfister sollte es spĂ€testens dann mit dem Kurs des Dollar wieder nach unten gehen.
Das gestiegene Verbrauchervertrauen in den USA gab dem Dollar keinen weiteren Auftrieb. Der Konsumindikator des Marktforschungsinstituts Conference Board hatte sich im Juli stĂ€rker als erwartet aufgehellt. GestĂŒtzt werde der Indikator durch die verbesserten Erwartungen.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86500 (0,86790) britische Pfund, 171,58 (172,65) japanische Yen und 0,9305 (0,9334) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 3.323 Dollar. Das waren 9 Dollar mehr als am Vortag.

