Devisen: Euro bleibt unter Druck
27.03.2026 - 19:58:07 | dpa.deIm New Yorker Handel kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,1516 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1517 Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8682 Euro gekostet.
Am Devisenmarkt fiel die Reaktion auf die erneute VerlĂ€ngerung eines Ultimatums von US-PrĂ€sident Donald Trump an den Iran verhalten aus. Nach EinschĂ€tzung von Analysten der Dekabank bleibt die Unsicherheit an den MĂ€rkten weiter bestehen. Sie werde durch die jĂŒngsten Entscheidungen der US-Regierung "nur eben verlĂ€ngert".
Der spanische Inflationsanstieg im MĂ€rz bewegte den Euro kaum. Dieser fiel zwar weniger deutlich als erwartet aus. Mit 3,3 Prozent liegt die Jahresinflationsrate nun aber deutlich ĂŒber dem Inflationsziel der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig zwei Prozent fĂŒr die ganze Eurozone.
"Höhere Inflationszahlen fĂŒr MĂ€rz dĂŒrften nur ein Vorgeschmack dessen sein, was bei einem andauernden Iran- beziehungsweise Energiekrieg in den kommenden Wochen droht", sagte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Am kommenden Dienstag stehen Inflationsdaten fĂŒr den Euroraum auf der Agenda.
Der Euro ist seit Beginn des Kriegs merklich unter Druck geraten. Ende Februar hatte der Euro noch bis zu gut 1,20 Dollar gekostet. "Erst nach einem Ende des Kriegs dĂŒrfte der Wechselkurs zu den Niveaus von vor dem Krieg zurĂŒckkehren", erwartet Commerzbank-Volkswirt Michael Pfister. "Die GrĂŒnde dafĂŒr liegen auf der Hand: Die Wirtschaft im Euroraum war ohnehin in einer schwierigeren Situation als die aus den USA, und die höhere EnergieabhĂ€ngigkeit dĂŒrfte diesen Unterschied noch einmal verstĂ€rken, zumindest so lange der Krieg dauert."
In ihrer Prognose geht die Commerzbank davon aus, dass der Krieg bis Ende Mai weiter geht. Danach dĂŒrfte sich der Euro laut Commerzbank langsamer als bisher erwartet erholen.
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