Devisen: Euro weiter unter Druck - Jobdaten und Trumps Zollrhetorik bewegen
07.02.2025 - 21:12:19Die europÀische GemeinschaftswÀhrung kostete rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street 1,0334 US-Dollar. Kurzzeitig war er bis auf 1,0360 Dollar gestiegen und dann in Richtung 1,3000 Dollar gefallen. Am Morgen hatte der Euro noch rund 1,40 Dollar gekostet. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,0377 (Donnerstag: 1,0360) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9636 (0,9652) Euro.
Am Markt wurde angesichts der Schwankungen auf Unsicherheiten ĂŒber die PlĂ€ne des US-PrĂ€sidenten Donald Trump zur EinfĂŒhrung weiterer Zölle verwiesen. Einem Medienbericht zufolge plant dieser die AnkĂŒndigung entsprechender Abgaben. Eine Angabe darĂŒber, welche LĂ€nder betroffen wĂ€ren, fehlte zwar, dennoch hĂ€tten die Neuigkeiten im spĂ€teren Handelsverlauf zu einem Anstieg des Dollar gefĂŒhrt und so den Euro weiter unter Druck gebracht. "Wir sind inmitten einer Phase, in der die Zollrhetorik des neuen US-PrĂ€sidenten und Schlagzeilen ĂŒber Zölle die MĂ€rkte bewegen", sagte ein Marktstratege dazu.
Zuvor hatte bereits ein robuster Arbeitsmarkt und gestiegene Inflationserwartungen der US-Verbraucher dem Dollar Auftrieb gegeben. Der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten hatte sich zu Jahresbeginn weiter robust gezeigt. Die BeschĂ€ftigungsentwicklung blieb im Januar zwar etwas hinter den Erwartungen zurĂŒck, allerdings wurden die Vormonatswerte deutlich nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote sank und die Stundenlöhne stiegen unerwartet.
Von der UniversitĂ€t von Michigan hieĂ es, dass die Furcht vor einer durch Zölle ausgelösten höheren Inflation die Stimmung der US-Verbraucher im Februar ĂŒberraschend deutlich belastet habe.

