Devisen: Euro gibt nach Trump-Rede etwas nach
21.01.2026 - 17:02:47 | dpa.deAm Nachmittag kostete die europÀische GemeinschaftswÀhrung 1,1710 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1739 (Dienstag: 1,1728) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8518 (0,8526) Euro.
Trump hat sich im Grönlandstreit wenig kompromissbereit gezeigt. Bei seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wiederholte er seine Forderung, dass Grönland von den USA zum Schutz der Welt ĂŒbernommen werden mĂŒsse. Gewalt werde er dafĂŒr aber nicht anwenden. Er forderte stattdessen "sofortige Verhandlungen". Mit wem, sagte er nicht. "Wir brauchen es fĂŒr die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit."
Der Euro gab nach der Rede ein wenig nach. Er hatte allerdings an den vergangenen Tagen deutlich zugelegt und der Dollar war zu allen wichtigen WĂ€hrungen unter Druck geraten. Zur Beruhigung trug laut HĂ€ndlern bei, dass Trump seine jĂŒngsten Zolldrohungen gegenĂŒber europĂ€ischen Staaten nicht erneuerte.
Mögliche neue US-Zölle könnten nach EinschĂ€tzung des BundesbankprĂ€sidenten Joachim Nagel Auswirkungen auf kĂŒnftige Zinsentscheidungen der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) haben. Zwar seien mögliche Folgen neuer Zölle auf die PreisstabilitĂ€t "ziemlich unklar". Mehr Sorge wĂŒrden hingegen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum bereiten, sagte Nagel in einem Fernsehinterview am Rande des Treffens in Davos.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,87440 (0,87220) britische Pfund, 185,23 (185,18) japanische Yen und 0,9268 (0,9268) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.836 Dollar. Das waren etwa 75 Dollar mehr als am Vortag. Mit 4.888 Dollar hatte der Goldpreis einen Rekordstand erreicht.
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