Devisen: Euro leicht erholt im US-Handel
11.04.2024 - 21:08:13Zuletzt wurde die GemeinschaftswÀhrung mit 1,0726 Dollar gehandelt. In Europa war der Euro nach den Entscheidungen der EuropÀischen Zentralbank (EZB) unter die Marke von 1,07 Dollar auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar gefallen. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0729 (Mittwoch: 1,0860) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9320 (0,9208) Euro gekostet.
Die EZB stimmt Verbraucher und Unternehmen angesichts der gesunkenen Inflation auf die erste Zinssenkung seit Sommer 2022 ein. NotenbankprĂ€sidentin Christine Lagarde bestĂ€tigte die Erwartungen fĂŒr eine Leitzinssenkung im Juni: "Im Juni werden wir viel mehr Daten und neue Projektionen haben", sagte sie in Frankfurt. Dann werde der Rat entscheiden, ob seine Zuversicht erfĂŒllt worden sei. ZunĂ€chst wurden die Zinsen aber nicht angetastet.
Die Zinspolitik der EZB belastet den Euro, da sich immer mehr abzeichnet, dass in den USA die Leitzinsen spĂ€ter als in Europa fallen werden. "Trotz anhaltender Diskussionen wird die EZB wohl im Sommer - erstmals vor der Fed - die Leitzinsen senken", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Der Wechselkurs habe nicht mehr die Bedeutung frĂŒherer Jahre, daher sei die EZB beim Timing der Zinsschritte nicht von der Fed abhĂ€ngig.
"Wenn die Konjunkturunterschiede zwischen Europa und den USA so groà werden wie gegenwÀrtig, dann kann auch die Geldpolitik temporÀr auseinander gehen", sagte Kater. WÀhrend die Wirtschaft in der Eurozone weiterhin schwÀchelt, zeigt sie sich in den USA weiter robust. Zudem erweist sich die Inflation in den Vereinigten Staaten hartnÀckiger als in der Eurozone.

