Devisen: Euro gerÀt nach US-Einzelhandelsdaten unter Druck
15.08.2024 - 16:40:16Am Nachmittag sank der Kurs der GemeinschaftswĂ€hrung auf 1,0970 US-Dollar. Vor der Veröffentlichung der Daten hatte er noch ĂŒber 1,10 Dollar notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1011 (Mittwoch: 1,1019) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9081 (0,9075) Euro.
In den USA haben die EinzelhandelsumsĂ€tze im Juli stĂ€rker als erwartet zugelegt. Die Zahlen sollten Rezessionssorgen zurĂŒckdrĂ€ngen, erwartet Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba). Die noch immer erhöhten Zinssenkungserwartungen wĂŒrden tendenziell gedĂ€mpft. Nach zuletzt schwachen Konjunkturdaten war an den FinanzmĂ€rkten die Erwartung gestiegen, dass die US-Notenbank im September die Leitzinsen deutlich senken könnte.
Positiv ĂŒberraschten auch die Daten zu den wöchentlichen ErstantrĂ€gen auf Arbeitslosenhilfe, die in der vergangenen Woche unerwartet zurĂŒckgegangen waren. Daten zur BeschĂ€ftigung werden derzeit besonders stark beachtet, da der monatliche Arbeitsmarktbericht fĂŒr den Juli enttĂ€uscht hatte. Dies hatte zu heftigen Kursverlusten an den AktienmĂ€rkten und einem schwĂ€cheren Dollarkurs gefĂŒhrt. Die im Juli stĂ€rker als erwartet gefallene Industrieproduktion belastete den Dollar nicht.
Aus der Eurozone kamen kaum Impulse. Es wurden hier keine marktbewegenden Daten veröffentlicht. In wichtigen LÀndern wie Frankreich, Italien und Spanien ist zudem Feiertag.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85615 (0,85783) britische Pfund, 162,14 (161,98) japanische Yen und 0,9541 (0,9515) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2447 Dollar gehandelt. Das war etwa ein Dollar weniger als am Vortag.

