Frankfurter Flughafen: Sicherheitskonzept hat gegriffen
26.07.2024 - 12:12:10In der Gesamtsicht habe es am Donnerstagmorgen "sehr, sehr solide funktioniert", sagte ein Unternehmenssprecher. Der Betrieb am gröĂten deutschen Flughafen ist am Freitagmorgen geregelt angelaufen nach mehr als 250 Annullierungen vom Vortag.
Trotz der EinschrĂ€nkungen des Flugbetriebs sei definitiv niemand zu Schaden gekommen, weil das mehrstufige System gegriffen habe, sagte der Fraport-Sprecher. So sei nach dem illegalen Ăberwinden des Zauns unmittelbar Alarm ausgelöst worden und auch die EinsatzkrĂ€fte seien unter BerĂŒcksichtigung der GelĂ€ndegröĂe sehr schnell vor Ort gewesen. Trotzdem hatten sich die Demonstranten bereits an mehreren Stellen an den Boden geklebt.
Niemand ist zu Schaden gekommen
Der Flugbetrieb war am Donnerstagmorgen unmittelbar eingestellt worden, um keine Menschenleben zu gefÀhrden. Fraport-Chef Stefan Schulte sagte dazu auf dem Portal LinkedIn: "Durch die gute Koordinierung und den schnellen Zugriff der EinsatzkrÀfte ist niemand zu Schaden gekommen - und das ist definitiv am wichtigsten."
Der Einsatz werde nachgearbeitet und mit den SicherheitskrĂ€ften im regelmĂ€Ăigen Austausch besprochen, erklĂ€rte der Fraport-Sprecher. Es sei aber noch zu frĂŒh, konkrete MaĂnahmen zu benennen.
Der Flughafenverband ADV hatte sich skeptisch gegen mögliche politische Vorgaben zur Sicherheitsausstattung gezeigt, wie sie Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gemeinsam mit den LĂ€ndern erarbeiten will. "Wir können nicht 350 Kilometer deutschen Flughafenzaun kontrollieren. Ăberspitzt gesagt: Eine Ăberwachung wie an der innerdeutschen Zonengrenze ist nicht realistisch", sagte ADV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralph Beisel am Donnerstag dem Portal "T-Online".
Besetzer auf freiem FuĂ
Die Polizei hat die acht festgenommenen Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" noch am Donnerstag wieder auf freien Fuà gesetzt. Es handelte sich laut Frankfurter PolizeiprÀsidium um vier MÀnner, zwei Frauen und zwei nicht-binÀre Personen im Alter zwischen 20 und 44 Jahren. Sie seien sÀmtlich nicht in Hessen gemeldet.
Sie mĂŒssen sich nun wegen des Verdachts des gefĂ€hrlichen Eingriffs in den Luftverkehr, des Hausfriedensbruchs, der SachbeschĂ€digung und des VerstoĂes gegen das Versammlungsgesetz verantworten.

