Kion sieht 2025 als 'BrĂŒckenjahr' - Eckdaten bestĂ€tigt
27.02.2025 - 09:39:48Und auch die Nachfrage nach gĂŒnstigerer Lagertechnik ĂŒberschattet die Aussichten des Frankfurter fĂŒr 2025. Die Prognose spiegele ein "BrĂŒckenjahr" im Stapler-GeschĂ€ft wider, erklĂ€rte das Management um Konzernchef Rob Smith in einer Mitteilung vom Donnerstag. Analysten hatten jedoch teils Schlimmeres erwartet. Die Aktie kletterte also Reaktion auf die Nachrichten im frĂŒhen Handel deutlich.
Das Papier fĂŒhrte kurz nach Handelsbeginn den MDax DE0008467416 mit einem Plus von rund sechs Prozent an. Kion hatte bereits vor zwei Wochen vorlĂ€ufige Zahlen fĂŒr 2024 vorgelegt. Diese wurden nun bestĂ€tigt.
FĂŒr 2025 strebt der Kion-Vorstand ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) von 720 bis 870 Millionen Euro an, wie das Unternehmen mitteilte. Das wĂ€ren selbst im besten Fall 5 Prozent weniger als 2024. Analysten, die im Auftrag des Unternehmens befragt worden waren, erwarten mit im Schnitt prognostizierten 781 Millionen Euro ebenfalls einen GewinnrĂŒckgang. Beim Umsatz erwartet der Vorstand 2025 einen Wert von 10,9 bis 11,7 Milliarden Euro, nach 11,5 Milliarden Euro 2024.
Die Prognose fĂŒr 2025 liege beim operativen Ergebnis und dem freien Barmittelzufluss, bezogen auf die Mitte der jeweiligen Zielspannen, etwas höher als erwartet, notierte Jefferies-Analyst Lucas Ferhani. Die Dividende indes liege leicht unter der KonsensschĂ€tzung.
In seinem angestammten GeschĂ€ft mit Staplern und Lagertechnik belastet Kion momentan, dass die Kunden vermehrt Maschinen und GerĂ€ten aus dem gĂŒnstigeren Einstiegssegment nachfragen - was zudem der Konkurrenz aus China zugutekommt. Das geringere NeugeschĂ€ft wird Kions Erwartungen zufolge das ServicegeschĂ€ft nicht vollstĂ€ndig ausgleichen können.
Gleichzeitig ist das GeschĂ€ft mit Automationstechnik und -software nach einigen problembehafteten Jahren noch nicht wieder auf der Höhe, wenngleich sich die ProfitabilitĂ€t verbessert. Hier bietet Kion beispielsweise Sortiersysteme und solche zum BestĂŒcken von Paletten an.
Vor allem um der auch konjunkturell bedingten NachfrageschwĂ€che in Europa entgegenzutreten, hatte Kion Anfang Februar ein Sparprogramm verkĂŒndet. Mit dessen Hilfe will der Vorstand im Jahr 2027 in beiden GeschĂ€ftsbereichen eine bereinigte operative Marge von mehr als 10 Prozent erzielen.
Das Sparprogramm wird allerdings zunĂ€chst einmal den freien Barmittelfluss beeintrĂ€chtigen. Er dĂŒrfte den Angaben zufolge im Jahr 2025 bei 400 bis 550 Millionen Euro liegen, nach 702 Millionen Euro im vergangenen Jahr. 2026 sollen die getroffenen SparmaĂnahmen dann voll zum Tragen kommen.
2024 steigerte Kion den Umsatz leicht auf 11,5 Milliarden Euro. Davon blieben als operativer Gewinn 917 Millionen Euro, was einer bereinigten Ebit-Marge von 8,0 Prozent entspricht. Unter dem Strich entfiel auf die AktionĂ€re ein Gewinn von rund 360 Millionen Euro und damit fast 18 Prozent mehr als 2023. Kion schlĂ€gt vor, eine Dividende von 0,82 Euro je Aktie auszuschĂŒtten. FĂŒr 2023 hatten die Anleger 0,70 Euro je Anteilsschein erhalten.

