Ifo-Chef, Fuest

Ifo-Chef Fuest: Iran-Krieg kein Desaster, aber DĂ€mpfer

13.03.2026 - 08:29:48 | dpa.de

Der Iran-Krieg wird sich nach EinschÀtzung von Ifo-PrÀsident Clemens Fuest negativ auf das deutsche Wirtschaftswachstum auswirken - von dramatischen Folgen geht er aber nicht aus.

"Es ist zum GlĂŒck kein Desaster, aber es ist ein klarer DĂ€mpfer", sagte er im ARD-Morgenmagazin. Er setze darauf, "dass wir das ganz gut ĂŒberstehen". Deutschland sei nicht mehr so abhĂ€ngig von Öl wie in den 70er Jahren.

Dass das Bundeskartellamt ĂŒberprĂŒfe, ob es Preisabsprachen gebe und Benzinpreise zu sehr in die Höhe getrieben werden, sei "sicherlich wichtig". Die Bundesregierung könne jedoch nur begrenzt gegensteuern - und mĂŒsse eher "daran arbeiten, ihre Hausaufgaben zu machen", sagte Fuest.

"Gegen diesen Anstieg der Weltmarktpreise fĂŒr Energie kann Deutschland allein relativ wenig machen." Auch um Entlastungen etwa fĂŒr Pendlerinnen und Pendler anzubieten, sei es aus seiner Sicht noch zu frĂŒh, sagte der Ifo-Chef. "DarĂŒber wird man eher reden, wenn das Ganze monatelang anhĂ€lt."

Die MĂŒnchner Wirtschaftsforscher gehen bei einem baldigen Kriegsende von einem Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent in diesem Jahr aus - 0,2 Prozentpunkte weniger als ansonsten zu erwarten gewesen wĂ€re. "Damit kann man noch leben", auch wenn das "nicht schön bei dem sowieso niedrigen Wachstum" sei, sagte Fuest. Sollte der Krieg lĂ€nger andauern, sei dagegen von 0,6 Prozent Wachstum auszugehen - womit laut Fuest der "relativ blutleere Aufschwung" noch mehr gedĂ€mpft wĂŒrde.

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