Leica schafft Rekordumsatz - Smartphone fĂŒr Europa
26.06.2025 - 06:14:44Beim Umsatz habe man sich im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr (31. MĂ€rz) der Marke von 600 Millionen Euro genĂ€hert, sagte der Vorstandsvorsitzende der Leica Camera AG, Matthias Harsch, der Deutschen Presse-Agentur. "Das war ein absolutes Superjahr fĂŒr uns, damit sind wir natĂŒrlich total happy." Leica sei "auf globaler Basis" gewachsen.
Auch fĂŒr das laufende Jahr zeigte sich Harsch trotz der internationalen Handelskonflikte zuversichtlich. In den USA als wichtigem Exportmarkt gebe es keine lokale Objektiv- und Kamera-Fertigung, und bereits als sich die hohen Zölle abzeichneten, habe man sehr viel Ware dorthin verschifft. Derzeit gehe man von baldigen Lösungen in dem Handelskonflikt aus und könne dann "sehr optimistisch" nach vorn schauen, sagte Harsch.
Smartphone-PlÀne werden konkreter
Die bereits angedachte EinfĂŒhrung eines neuen Smartphones mit Leica-Optik fĂŒr den europĂ€ischen Markt fasst Leica nun konkret ins Auge. Bei diesem Thema werde sich "bald etwas tun", sagte Harsch. Bislang war das "Leitz Phone", fĂŒr das Leica mit Sharp JP3359600008 zusammenarbeitete, exklusiv in Japan vermarktet worden. Aktuell findet sich eine Leica-Optik in Flaggschiff-Modellen des chinesischen Smartphone-Anbieters Xiaomi. Bei Kaufentscheidungen fĂŒr Smartphones spielten die Kameras der GerĂ€te eine immer gröĂere Rolle, sagte Harsch.
Neue Segmente wie die App Leica Lux und das GeschĂ€ft mit Laser-TV-Projektoren hĂ€tten sich zudem sehr positiv entwickelt. So verlĂ€ngere ein groĂer Teil der Kunden ihre Abonnements fĂŒr die App. Von dem Erfolg sei man ĂŒberrascht, die App-KĂ€ufe lĂ€gen "weit ĂŒber Budget", sagte Harsch, ohne Zahlen zu nennen. Mit der App können die Nutzer auf dem iPhone Fotos im Stil einer Leica machen. Es ist das erste gemeinsam entwickelte Produkt nach der Ăbernahme des norwegischen Unternehmens Fjorden Electra AS Ende 2023.
Potenziale im TV-GerÀte-Markt
Im Laser-TV-GeschĂ€ft bietet Leica den Projektor Cine 1 sowie die Kompaktversion Cine Play 1 an. FĂŒr den Vertrieb setzt Leica mittlerweile auf ein Netz von mehr als 140 zertifizierten FachhĂ€ndlern, wie Harsch sagte. Dies sei nötig, weil der Wechsel vom traditionellen TV-GerĂ€t auf Beamer fĂŒr viele Kunden zunĂ€chst eine Umstellung bedeute. Im Jahr zwei nach dem Marktstart entwickele sich der Umsatz sehr zufriedenstellend, sagte Harsch. In China sei bereits jedes dritte TV-GerĂ€t ein Projektor. Leica wiederum sei mit seinen GerĂ€ten alleine im Premiumsegment unterwegs. Mit einem Volumen mit weltweit rund 100 Milliarden Dollar biete der TV-GerĂ€te-Markt groĂe Potenziale.
Der Weltmarkt fĂŒr Kameras hat sich nach den Worten von Harsch wieder erholt, nachdem der Siegeszug der Smartphone-Fotografie den Absatz vieler Hersteller zeitweise hatte einbrechen lassen. Mittlerweile seien wieder jĂ€hrliche zweistellige Wachstumsraten zu beobachten. Leica profitiert davon etwa bei Vollformatkameras wie der Leica Q-Reihe. "Wir sind erfreut ĂŒber die Verkaufszahlen", sagte Harsch.
Im GeschĂ€ftsjahr 2023/24 (31. MĂ€rz) hatte die Leica Camera AG mit weltweit rund 2.400 BeschĂ€ftigten die Erlöse um 14 Prozent auf 554 Millionen Euro gesteigert. Vor 100 Jahren war die erste Kleinbildkamera auf der Leipziger FrĂŒhjahrsmesse der Ăffentlichkeit vorgestellt worden. Dazu ist am Firmensitz im mittelhessischen Wetzlar im Tagesverlauf eine Pressekonferenz geplant.

