Experten: Iran-Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen
04.03.2026 - 10:55:02 | dpa.de"NatĂŒrlich könnte der Krieg Kosteneffekte bei Lebensmitteln nach sich ziehen. Die Beschaffungswege sind kosten- und energieintensiv", sagt Boris Hedde, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Handelsforschungsinstituts IFH Köln. Schon nach Beginn des Kriegs in der Ukraine seien die gestiegenen Aufwendungen fĂŒr Lieferung, Logistik und Energie bei den Verbrauchern angekommen, so Hedde. Viele Lebensmittel wurden damals deutlich teurer.
Auch Michael Grömling, Forscher am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), hĂ€lt solche Folgen wieder fĂŒr möglich: "Die aktuelle Nahostkrise dĂŒrfte die gesamte Rohstoffproblematik und damit die inlĂ€ndischen Produktionskosten weiter beeintrĂ€chtigen. Wann und wie stark dies auf die Lebensmittelpreise fĂŒr Endverbraucher durchschlĂ€gt, ist zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt schwer abzuschĂ€tzen." Das hĂ€nge von der Dauer der Krise und den vielfĂ€ltigen Störungen im internationalen Austausch ab.
ErnÀhrungsindustrie warnt vor steigenden Kosten
Die Bundesvereinigung der Deutschen ErnĂ€hrungsindustrie (BVE) erwartet durch die Kostensteigerungen bei Gas und Ăl Auswirkungen auf die Produktion von Lebensmitteln und GetrĂ€nken. Viele Produktionsprozesse wie Trocknen oder Backen seien auf Erdgas angewiesen. Steigende Ălpreise verteuern laut Verband Diesel- und Kraftstoffe und so insbesondere die Logistik. Gesperrte Transportwege, lĂ€ngere Routen und geringere ContainerkapazitĂ€ten fĂŒhrten zu höheren Fracht- und Logistikkosten.
BVE-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Christoph Minhoff fordert die Bundesregierung dazu auf, die Branche zu entlasten. "Wer den drohenden Kosten-Tsunami fĂŒr die Lebensmittelbranche stoppen will, um den Verbraucher nicht zusĂ€tzlich zu belasten, muss jetzt konsequent handeln."
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

