Devisen: Euro legt etwas zu - Australischer Dollar profitiert von Zinserhöhung
17.03.2026 - 17:04:25 | dpa.deAm Nachmittag kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,1528 US-Dollar. Im frĂŒhen Handel war der Euro zeitweise bis auf 1,1466 Dollar gesunken. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1531 (Montag: 1,1478) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8672 (0,8712) Euro.
Schwache Konjunkturdaten belasteten den Euro nicht. Die Konjunkturerwartungen des Zentrums fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) fĂŒr Deutschland und fĂŒr die Eurozone sind im MĂ€rz regelrecht eingebrochen. "Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt fĂŒr steigenden Inflationsdruck", erklĂ€rte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.
"Anleger werden weiter die Entwicklungen im Nahen Osten abwarten und sich taktisch zunehmend auf die zahlreichen bevorstehenden Zentralbankmeetings positionieren", schreiben Analysten der Dekabank. In dieser Woche werden zahlreiche Zentralbanken ihre geldpolitischen BeschlĂŒsse veröffentlichen. Die US-Notenbank Fed wird ihre Zinsentscheidung am Mittwoch bekannt geben, die Bank of Japan und die EZB folgen am Donnerstag.
Bereits am Dienstagmorgen hatte die Notenbank von Australien den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,10 Prozent angehoben. "Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben weiterhin sehr unsicher, könnten aber in einer Vielzahl möglicher Szenarien die globale und nationale Inflation anheizen", heiĂt es in ihrer Stellungnahme zur Zinsentscheidung. Der Australische Dollar konnte nach der Zinserhöhung zu den meisten anderen wichtigen WĂ€hrungen zulegen.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,86430 (0,86408) britische Pfund, 183,29 (182,66) japanische Yen und 0,9068 (0,9041) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.994 Dollar. Das waren etwa 12 Dollar weniger als am Vortag.
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