Devisen: Euro legt deutlich zu
14.02.2025 - 16:47:44Am Nachmittag wurde die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,0502 US-Dollar gehandelt. Im frĂŒhen Handel hatte der Euro noch rund einen halben Cent niedriger notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0478 (Donnerstag: 1,0390) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9543 (0,9624) Euro.
Schwache US-Einzelhandelszahlen belasteten den Dollar. Im Januar sind die UmsĂ€tze stĂ€rker als erwartet gesunken. Nach EinschĂ€tzung von Ralf Umlauf, Analyst bei der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba) hat ein krĂ€ftiger RĂŒckgang des Pkw-Absatzes zu Beginn des Jahres fĂŒr die insgesamt enttĂ€uschende Entwicklung gesorgt. Besser als erwartet ausgefallenen Industriedaten stĂŒtzten den Dollar nicht.
Nach EinschĂ€tzung von Marktbeobachtern bleiben Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg ein bestimmender Faktor am Devisenmarkt. "In den kommenden Tagen liegt der Fokus klar auf den Schlagzeilen von der Sicherheitskonferenz in MĂŒnchen", heiĂt es in einer EinschĂ€tzung von Experten der Dekabank. Zuletzt hatte der Euro Auftrieb durch die Hoffnung auf eine Waffenruhe erhalten. US-VizeprĂ€sident J.D. Vance Ă€uĂerte sich in seiner Rede in MĂŒnchen allerdings kaum zu sicherheitspolitischen Themen. Vielmehr warf er den europĂ€ischen Staaten die EinschrĂ€nkung der Meinungsfreiheit vor.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,83215 (0,83313) britische Pfund, 160,09 (159,79) japanische Yen und 0,9442 (0,9421) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 2.896 Dollar. Das waren etwa 30 Dollar weniger als am Vortag.

