Devisen, Euro

Devisen: Euro legt zum US-Dollar wieder etwas zu - Verunsicherung weiter hoch

25.02.2026 - 10:15:14 | dpa.de

Der Kurs des Euro EU0009652759 hat nach den leichten Vortagsverlusten wieder etwas zugelegt.

Am Mittwochvormittag notierte die GemeinschaftswĂ€hrung bei 1,1791 US-Dollar und damit etwas ĂŒber dem Niveau vom Dienstagabend. Insgesamt hielten sich die Bewegungen weiter in Grenzen. Die EuropĂ€ische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,1777 (Montag: 1,1784) Dollar festgesetzt.

Der Euro bleibe in der Defensive, schrieben die Analysten der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba). Die Verunsicherung rund um das vom US-PrĂ€sidenten Donald Trump angerichtete Zollchaos sei hoch und auch der Iran-Konflikt bleibe ein Unsicherheitsfaktor, wenngleich die Diplomatie noch nicht erschöpft zu sein scheine.

Die mit Spannung erwartete Rede des US-PrÀsidenten zur Lage der Nation konzentrierte sich vor allem auf die Innenpolitik und brachte kaum neue Erkenntnisse. Donald Trump hob insbesondere die politischen Errungenschaften seiner Regierung hervor.

Am Vormittag rĂŒckten Konjunkturdaten aus Deutschland in den Blick. Dank des besten Quartals seit drei Jahren geht die Wirtschaft hierzulande zwar mit RĂŒckenwind ins Jahr 2026. Im vierten Quartal 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt eine erste SchĂ€tzung bestĂ€tigte. Allerdings waren die Löcher im Staatshaushalt im vergangenen Jahr deutlich grĂ¶ĂŸer als zunĂ€chst angenommen.

"Es scheint also so, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr Schwung holt", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank und fuhr fort: "Die konjunkturelle Kost wird wieder etwas ĂŒppiger - Alles unter der Voraussetzung, dass es zu keinen außenwirtschaftlichen Störfeuern hervorgerufen durch eine neuerliche US-Zolleskalation kommt."

Im weiteren Handelsverlauf werden noch Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in der Eurozone im Januar veröffentlicht. Es handelt sich aber nur um eine zweite SchĂ€tzung, sodass mit keinen großen Überraschungen zu rechnen ist.

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