Devisen: Eurokurs kaum verÀndert zum US-Dollar
07.01.2026 - 16:59:31Zahlreiche Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA konnten der GemeinschaftswÀhrung im Handelsverlauf keine neue Richtung geben. Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,1685 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Morgen. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1684 (Dienstag: 1,1707) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8558 (0,8541) Euro.
Am Vortag hatte eine unerwartet schwache Inflation in Deutschland und Frankreich den Euro noch unter Druck gesetzt. Die ĂŒberraschend schwache Teuerung in den beiden gröĂten Volkswirtschaften der Eurozone verstĂ€rkte die Spekulation, dass die EZB die Leitzinsen im Verlauf des Jahres vielleicht doch senken könnte. Die am Vormittag veröffentlichten Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone insgesamt konnten dem Euro keinen neuen Impuls geben.
Im Dezember war die Inflation in der Eurozone auf 2,0 Prozent gesunken und entspricht damit dem Ziel der EZB, die mittelfristig eine Teuerung in dieser Höhe anstrebt. Zuletzt hatte die Notenbank ihre Leitzinsen unverĂ€ndert gehalten. Auch im neuen Jahr erwarten Ăkonomen zunĂ€chst keine Ănderung bei den Zinsen. Trotz der sinkenden Inflation "bleibt die HĂŒrde hoch fĂŒr eine Zinssenkung im ersten Quartal", sagte Experte Claus Vistesen vom britischen Analysehaus Pantheon Macroeconomics.
Auch unerwartet starke US-Konjunkturdaten konnten dem Handel keine neue Richtung geben. Im Dezember hatte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA ĂŒberraschend verbessert. "Der Servicesektor hĂ€lt die US-Wirtschaft mithin auf Wachstumskurs", kommentierte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Helaba.
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,8664 (0,8663) britische Pfund, 182,91 (183,14) japanische Yen und 0,9304 (0,9287) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.442 Dollar. Das waren etwa 52 Dollar weniger als am Vortag.

