Lkw-Bauer Volvo steht weiter unter Druck - mehr AuftrÀge
23.04.2025 - 09:14:13Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis des Konzerns fiel im Jahresvergleich ĂŒberraschend deutlich um mehr als ein Viertel auf knapp 13,3 Milliarden schwedische Kronen (1,2 Mrd Euro), wie der Rivale von Daimler Truck DE000DTR0CK8 und der VW DE0007664039-Nutzfahrzeugholding Traton DE000TRAT0N7 am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Volvo begrĂŒndete den RĂŒckgang mit einem geringeren Absatz, einem negativen Marken- und Produktmix sowie der Umstellung auf eine neue Lkw-Plattform in den USA. Unternehmenschef Martin Lundstedt betonte auĂerdem, dass es noch zu frĂŒh sei, die vollen Auswirkungen der US-Zollpolitik zu beurteilen. Die Aktien fielen im frĂŒhen Handel um 1,6 Prozent.
Volvo verfĂŒge jedoch ĂŒber starke regionale Wertschöpfungsketten und globale KapazitĂ€ten, so der Manager. Kurzfristig arbeite das Unternehmen daran, die Warenströme, ProduktionskapazitĂ€ten und GeschĂ€ftsbedingungen anzupassen, um die Auswirkungen der Zölle und deren Folgen fĂŒr die Nachfrage abzumildern.
Derweil ging im ersten Quartal der Umsatz um 7 Prozent auf 121,8 Milliarden Kronen zurĂŒck, wobei vor allem die schwĂ€chelnden VerkĂ€ufe auf dem gröĂten Markt Europa Volvo ausbremsten. Unter dem Strich sackte der auf die AktionĂ€re entfallende Gewinn um 30 Prozent auf 9,9 Milliarden Kronen ab. Immerhin verbesserten sich die Aussichten fĂŒr das zukĂŒnftige GeschĂ€ft, weil die Bestellungen fĂŒr Trucks und Baumaschinen spĂŒrbar anzogen.
Die um Sonderposten bereinigte Marge in Volvos Lkw-GeschĂ€ft sackte von 13,8 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 10,9 Prozent ab. Volvo galt im Branchenvergleich zuletzt oft als ein MaĂstab bei der ProfitabilitĂ€t in der Branche. Bei den Schwaben von Daimler Truck reicht im Allgemeinen nur das lukrative NordamerikageschĂ€ft an Volvos Margen heran, bei Traton ist die schwedische Marke Scania die Renditeperle.

