DrÀgerwerk erhöht erneut Dividenden - Ausbau des VerteidigungsgeschÀfts
24.03.2026 - 12:59:38 | dpa.deDer Hauptversammlung werde fĂŒr 2025 eine AusschĂŒttung von 2,21 Euro je Stammaktie und von 2,27 Euro je Vorzugsaktie vorschlagen, teilte das Unternehmen am Dienstag in LĂŒbeck bei der Vorlage endgĂŒltiger Jahresergebnisse mit. 2024 hatten die Dividenden noch 1,97 Euro fĂŒr die StĂ€mme und 2,03 Euro fĂŒr die VorzĂŒge betragen. DrĂ€gerwerk hatte bereits Mitte Januar Umsatz- und operative Gewinnzahlen fĂŒr das vergangene Jahr sowie einen Ausblick fĂŒr 2026 vorgelegt. Die Aktie legte zuletzt um 0,4 Prdef ozent zu. Seit dem Jahreswechsel summiert sich das Kursplus auf rund 28 Prozent.
"Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet", sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan DrÀger bei der Vorstellung des Konzernjahresberichts. Trotz widrigem Umfeld habe das Unternehmen auch sein Ergebnis verbessert. Ziel bleibe es, profitabler zu werden.
Im Berichtsjahr machte das weltweit tÀtige Unternehmen den Angaben zufolge knapp 3,5 Milliarden Euro Umsatz, das waren 3,3 Prozent mehr als 2024. Bereinigt um WÀhrungseffekte betrug das Plus 5,3 Prozent. Dabei sei der Umsatz im Segment Medizintechnik vor allem dank hoher Nachfrage nach AnÀsthesie- und BeatmungsgerÀten, Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien deutlich gestiegen, sagte Konzernchef DrÀger in einer Telefonkonferenz.
Derweil blieben die GeschĂ€fte in China schwierig, dem drittgröĂten Markt fĂŒr das Unternehmen. 2025 habe das GeschĂ€ft dort stagniert, nachdem es sich zuvor nahezu halbiert hĂ€tte. Die chinesische Regierung sehe die Medizintechnik als systemrelevant und es gebe immer stĂ€rkere Restriktionen fĂŒr auslĂ€ndische Firmen. Im GeschĂ€ft mit der Sicherheitstechnik verhalf im vergangenen Jahr etwa die Gasmesstechnik zu einem höheren Erlös.
Operativ lief es fĂŒr das Unternehmen noch besser: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg 2025 um ein FĂŒnftel auf 233,4 Millionen Euro. Dazu habe neben einer Auftrags- und Umsatzdynamik auch ein starker Jahresendspurt beigetragen. Im Gegenzug hĂ€tten US-Zölle und ungĂŒnstige WĂ€hrungseffekte das Ergebnis mit insgesamt knapp 71 Millionen Euro belastet. 2024 hatte das Unternehmen noch von positiven Einmaleffekten aus dem Verkauf eines nicht strategischen GeschĂ€ftsbereichs und der VerĂ€uĂerung von Immobilien profitiert. Unter dem Strich entfiel auf die AktionĂ€re ein Ăberschuss von knapp 139,5 Millionen Euro und damit gut 12 Prozent mehr als im Vorjahr.
FĂŒr das laufende Jahr erwartet der Konzern, der weltweit rund 16.700 Mitarbeiter beschĂ€ftigt, weiterhin ZuwĂ€chse. Die Erlöse sollen dank eines guten Auftragseingangs um ein bis fĂŒnf Prozent im Vergleich zu 2025 zulegen. Vom Umsatz sollen 2026 als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 5,0 bis 7,5 Prozent bleiben. Dabei erwartet das Unternehmen Ă€hnlich hohe Belastungen aus den US-Zöllen wie 2025. Der Iran-Krieg hat hingegen laut dem Vorstandsvorsitzenden derzeit keine Auswirkungen auf die GeschĂ€fte des Unternehmens.
In den kommenden Jahren will DrĂ€gerwerk vor allem im VerteidigungsgeschĂ€ft zulegen. "Im vergangenen Jahr ist unser VerteidigungsgeschĂ€ft deutlich gewachsen", sagte Unternehmenschef DrĂ€ger in einer Telefonkonferenz. 2025 habe das Unternehmen in dem Bereich 100 Millionen Euro umgesetzt. Das waren fast drei Prozent des Konzernumsatzes. Bis 2028 sollen sich die Erlöse mit der Verteidigung auf mehr als 300 Millionen Euro verdreifachen, sagte der Manager. In frĂŒheren Jahren habe der Konzern ein Prozent des Umsatzes mit diesem GeschĂ€ft erwirtschaftet.
MedizintechnikgerĂ€te der LĂŒbecker wĂŒrden in KrankenhĂ€usern und Feldlazaretten benötigt, erklĂ€rte der Konzernlenker. Spezifische Produkte fĂŒr die Verteidigung stammten aber vor allem aus der Sicherheitstechnik. Dazu zĂ€hlten etwa Gasmasken fĂŒr Soldaten, spezielle Lösungen fĂŒr die Sauerstoffversorgung fĂŒr die Raketenabwehr, aber auch Filter fĂŒr FahrzeugbelĂŒftungen. Das alles zusammen sollte dazu fĂŒhren, dass der Erlös in diesem Bereich schneller als der Konzernumsatz wachsen dĂŒrfte, sagte DrĂ€ger.
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