Roboterbauer Kuka erwartet schwÀcheres Jahr
11.04.2024 - 10:12:15 | dpa.deDer Auftragseingang sinke. Unsicherheiten und eine schwache Konjunktur belasteten die Wirtschaft, "das wirkt sich auch auf Kuka und die Kunden-Nachfrage aus", teilte das Unternehmen am Donnerstag in Augsburg mit.
"Wir blicken trotz des verhaltenen Starts vorsichtig optimistisch auf dieses Jahr und rechnen mit einem leichten Wachstum", sagte Vorstandschef Peter Mohnen. Automatisierung und Robotik seien Pfeiler der industriellen Produktion und in HochlohnlĂ€ndern unverzichtbar. Dementsprechend sei der Automatisierungsmarkt Ă€uĂerst wettbewerbsintensiv geworden.
Im vergangenen Jahr war der Umsatz um vier Prozent auf 4,05 Milliarden Euro gestiegen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte um 34 Prozent auf 158 Millionen Euro. Der Auftragseingang fiel allerdings um 10 Prozent auf 4,0 Milliarden. Kuka beschĂ€ftigt rund 3750 Menschen in Augsburg, weltweit 15 000. GröĂter Einzelmarkt sind die USA mit fast einer Milliarde Euro Umsatz.
Seit Jahren schlecht lÀuft es im kleinen GeschÀftsfeld Anlagenbau. Wie die Sparte wieder profitabel werden soll, will Kuka erst nach Abschluss der Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat zur Restrukturierung des Bereichs Kuka Systems mitteilen. Falls Stellen wegfallen, sollen die Mitarbeiter möglichst in anderen Bereichen weiterbeschÀftigt werden
Auf steten Wandel und AgilitĂ€t zu setzen und Trends frĂŒh zu erkennen, habe oberste PrioritĂ€t, sagte Mohnen. Das reiche von Roboter-Programmierung mit KĂŒnstlicher Intelligenz bis zu mobilen autonomen Assistenten und flexibel einsetzbaren Robotern, die unbekannte Bauteile dank KI besser greifen. Treiber der autonomen mobilen Robotik sei der FachkrĂ€ftemangel in der Logistik. In drei Jahren wolle Kuka zu den Top-5-Herstellern von autonomen mobilen Robotern gehören.
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