Weniger Nachfrage: Berentzen spĂŒrt Konsumflaute bei Alkohol
11.02.2026 - 15:41:33 | dpa.deIm vergangenen Jahr gingen Umsatz und Gewinn spĂŒrbar zurĂŒck, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vergleich zu 2024 schrumpfte der Umsatz um gut zehn Prozent auf 162,9 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 8,5 Millionen Euro rund 20 Prozent unter Vorjahresniveau.
Vorstandschef Oliver Schwegmann sprach laut Mitteilung von "anhaltend herausfordernden Marktbedingungen, die sich entsprechend auch in unseren Umsatzerlösen niedergeschlagen haben". Zum Teil sei der RĂŒckgang auf den Verkauf einer BetriebsstĂ€tte in GrĂŒneburg zurĂŒckzufĂŒhren, von der sich Berentzen Ende 2024 getrennt hatte.
DarĂŒber hinaus mache sich aber auch ein verĂ€ndertes Konsumverhalten bemerkbar, sagte Schwegmann. Dies zeige sich vor allem im Markt fĂŒr Spirituosen in Deutschland, der von deutlichen AbsatzrĂŒckgĂ€ngen geprĂ€gt gewesen sei. Von dieser Entwicklung des Gesamtmarkts sei auch die Berentzen-Gruppe betroffen.
Eigenes Umsatzziel verfehlt
Beim Umsatz verfehlte Berentzen am Ende auch die zuvor mehrfach gesenkte eigene Prognose. Bereits nach dem schwachen ersten Halbjahr 2025 hatte das Unternehmen die Umsatzerwartungen von bis zu 190 Millionen auf maximal 178 Millionen Euro zurĂŒckgeschraubt. Im Oktober wurden sie dann auf maximal 169 Millionen Euro gestutzt. Am Ende betrug der Umsatz noch einmal gut 6 Millionen Euro weniger.
Beim Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern lag Berentzen dagegen mit 8,5 Millionen Euro innerhalb der zuletzt vorhergesagten Spanne: 8,0 bis 9,5 Millionen Euro hatte das Unternehmen hier angepeilt. Das Ziel war ebenfalls im Sommer 2025 gesenkt worden. Zuvor hatte Berentzen noch 10 bis 12 Millionen Euro angepeilt.
Zur Berentzen-Gruppe gehören neben der Stammmarke Berentzen weitere Spirituosen wie Doornkaat und Bommerlunder. Daneben werden alkoholfreie GetrÀnke hergestellt, darunter Mio Mio und in Lizenz Sinalco.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

