ROUNDUP, Salzgitter

Salzgitter vorsichtiger fĂŒrs 2025 - Preiserholung soll 2026 wirken

10.11.2025 - 10:01:02 | dpa.de

Der Stahlkonzern Salzgitter DE0006202005 wird aufgrund der weiterhin schwachen Nachfrage vorsichtiger fĂŒr das Gesamtjahr.

Angesichts der anhaltenden KonjunkturschwÀche blieben die Margen im gesamten Jahr 2025 unter Druck, teilte das Unternehmen am Montag mit. Deshalb wird nun die untere HÀlfte der Spannen der bisherigen Jahresziele avisiert, was Analysten auch so erwartet hatten. Allerdings soll 2026 dann die Erholung der Verkaufspreise positiv auf Umsatz und Ergebnis durchschlagen. Die Aktie legte am Vormittag um 6,6 Prozent zu.

Zölle sollen Stahlindustrie helfen

"ZusĂ€tzlich bergen die von der EU-Kommission kĂŒrzlich vorgestellten neuen handelspolitischen Instrumente das Potenzial, die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Stahlindustrie zu stĂ€rken", sagte FinanzvorstĂ€ndin Birgit Potrafki. Sollte sich im kommenden Jahr darĂŒber hinaus die Konjunktur erholen, "rechnen wir insgesamt mit einer Verbesserung der Ergebnissituation".

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die heimische Stahlindustrie mit deutlich höheren Zöllen vor billiger Konkurrenz aus LĂ€ndern wie China zu schĂŒtzen. Zudem soll die Menge fĂŒr zollfreie Importe nahezu halbiert werden.

Konkret soll der Zollsatz fĂŒr Importe, die darĂŒber hinausgehen, auf 50 Prozent verdoppelt werden. Das könnte Auswirkungen haben auf die schwierigen Verhandlungen mit den USA, die fĂŒr Stahl und Aluminium Importzölle von 50 Prozent erheben.

Prognose zurĂŒckhaltender

FĂŒr das laufende Jahr peilt Salzgitter nun einen Umsatz leicht oberhalb von 9,0 Milliarden Euro an. Zuletzt waren hier 9,0 Milliarden bis 9,5 Milliarden Euro im Plan. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 300 Millionen bis 350 Millionen Euro erreichen, statt bis zu 400 Millionen Euro.

FĂŒr das Vorsteuerergebnis wird mit einem Verlust zwischen 100 und 50 Millionen Euro gerechnet. Die alte Spanne lag bei minus 100 Millionen bis zu einem ausgeglichenen Ergebnis.

Schwaches konjunkturelles Umfeld belastet

Im dritten Quartal ging der Außenumsatz um gut elf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zurĂŒck. Weiterhin hohe Importmengen sowie ein anhaltend starker Wettbewerbsdruck durch Billigimporte belasteten das GeschĂ€ft, hieß es. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte hingegen auch dank des Sparkurses um mehr als ein FĂŒnftel auf 107,2 Euro zu. Zudem hĂ€tten der Kupferkonzern Aurubis DE0006766504 und die Anlagenbau-Tochter KHS zum Plus beigetragen.

Vor Steuern machte Salzgitter mit 11,1 Millionen Euro wieder einen Gewinn, nach einem Verlust von knapp 153 Millionen im Vorjahreszeitraum. In der ersten JahreshĂ€lfte hatten ein schwaches konjunkturelles Umfeld und eine sinkende Stahlnachfrage auf die Ergebnisse gedrĂŒckt.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68343744 |