Aktien Wien Schluss: ATX legt deutlich zu
24.06.2025 - 19:12:40Der Leitindex ATX AT0000999982 stieg um 1,37 Prozent auf 4.365,51 Punkte. Der ATX Prime schloss 1,38 Prozent höher bei 2.189,42 ZÀhlern. Auch das europÀische Umfeld zeigte sich einheitlich stark. Zudem tendierten die US-AktienmÀrkte freundlich.
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und Israel steht weiterhin im Fokus. Zwar gab es von den Kriegsparteien gegenseitige VorwĂŒrfe, dass die Waffenruhe verletzt worden sei. Laut dem US-PrĂ€sidenten Donald Trump ist sie aber weiter in Kraft.
Ein Einbruch der Ălpreise auf das Vorkriegsniveau wurde von einem Marktbeobachter als Ausdruck groĂer Erleichterung bei den Anlegern gewertet. Ălaktien zĂ€hlten allerdings angesichts der deutlichen ĂlpreisrĂŒckgĂ€nge europaweit zu den gröĂeren Verlierern.
In Wien zeigten sich OMV AT0000743059 mit einem Abschlag von 1,9 Prozent. Beim ĂlfeldausrĂŒster SBO gab es nach schwĂ€cherem Verlauf noch ein kleines Plus von 0,3 Prozent. Die Titel des Energieversorgers Verbund bĂŒĂten knapp zwei Prozent ein und EVN AT0000741053 verloren 1,9 Prozent.
Unter den weiteren Indexschwergewichten gewannen Voestalpine AT0000937503 2,6 Prozent. Der Stahlkonzern hat einen Liefervertrag mit dem chinesischen Elektroauto-Riesen BYD abgeschlossen.
Bei den Bankwerten zogen Erste Group AT0000652011 um 3,7 Prozent nach oben. Raiffeisen Bank International AT0000606306 verteuerten sich um 3,6 Prozent und Bawag AT0000BAWAG2 schlossen 2,5 Prozent im Plus. Deutlich nach oben mit plus 7,2 Prozent ging es auch fĂŒr die AT&S-Aktie. Am Vortag hatten die Titel des Leiterplattenherstellers noch mehr als 7,5 Prozent verloren.
Von Analystenseite meldete sich die Erste Group und nahm die Einstufung fĂŒr die Aktien der EuroTeleSites von "Buy" auf "Accumulate" zurĂŒck. Das Kursziel in Höhe von 5,90 Euro wurde unverĂ€ndert belassen. Die Titel des Funkmastenbetreibers gaben 0,6 Prozent auf 4,93 Euro nach.
Datenseitig blickten die Investoren am Vormittag nach Deutschland. Sinkende Zinsen und die geplanten Milliardeninvestitionen der deutschen Bundesregierung in die Infrastruktur hellen die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter auf. Das Ifo-GeschÀftsklima legte im Juni um 0,9 ZÀhler auf 88,4 Punkte zu. Volkswirte hatten einen Anstieg des Ifo-Index erwartet, aber im Schnitt nur auf 88,0 Punkte.
Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im Juni unerwartet eingetrĂŒbt, wurde dann am Nachmittag bekannt.
Der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, hat erneut bekrĂ€ftigt, bei Zinssenkungen keine Eile zu haben. ZunĂ€chst gehe es darum, sich mehr Klarheit ĂŒber die wirtschaftlichen Auswirkungen der von PrĂ€sident Donald Trump verhĂ€ngten Zölle zu verschaffen. "Die Auswirkungen der Zölle werden unter anderem von ihrer endgĂŒltigen Höhe abhĂ€ngen", sagte Powell laut Redetext bei einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des ReprĂ€sentantenhauses.

